Klima

Zweites Jahr in Folge mit extrem hohen Niederschlagsmengen

Veröffentlicht Geändert
Auch das diesjährige Tønder Festival hat von den großen Regenmengen etwas abbekommen (Archivfoto).

2023 wurde das nasseste Jahr, das in Dänemark seit 1874 gemessen worden ist. 2024 landet an zweiter Stelle.

Zwei Jahre in Folge mit Niederschlägen weit über dem Mittelwert. Das ist für den dänischen Wetterdienst DMI äußerst bemerkenswert.

Per 29. Dezember hat DMI in diesem Jahr 915,1 Millimeter registriert. Der Jahresdurchschnitt für den Zeitraum 1991 bis 2020 liegt bei 759,1 Millimetern Niederschlag.

Im vergangenen Jahr hat DMI 976,7 Millimeter gemessen. Das ist der höchste Wert, der je gemessen worden ist. Die Daten des Wetterdienstes reichen bis 1874 zurück. 2024 landet auf einem zweiten Platz.

Bereits Mitte Dezember war klar, dass 2024 zu den nassesten zählen würde. Doch nicht nur die Menge ist ungewöhnlich, auch die Verteilung der Niederschläge ist es.

„Mehrere Dinge fallen auf. 2024 gab es sowohl im Februar als auch im April und im Juli mehr als 100 Millimeter Niederschlag. Der April ist die größte Überraschung, denn er ist normalerweise der trockenste Monat des Jahres“, sagt DMI-Meteorologe Mikael Scharling laut der Homepage des Wetterdienstes.

DMI erwartetet noch nassere Jahre

Der Wetterdienst hat erstmalig 1999 mehr als 900 Millimeter Niederschlag registriert. Dies hat sich dann 2015 und 2019 wiederholt. Und laut den DMI-Klimamodellen werden wir uns an nasse Jahre gewöhnen müssen. Was nicht heißen will, dass es dazwischen nicht auch trockene Jahre geben wird.

„Es ist wichtig zu bedenken, dass Wetter auch zukünftig stark schwanken wird. Aber die nassesten Jahre werden noch nasser werden, als wir es heute erleben“, so Scharling.

Die landesweite Tendenz hat sich auch in Nordschleswig bemerkbar gemacht. In Tondern (Tønder) übertrifft die Niederschlagsmenge mit 1.142,0 Millimetern (29. Dezember) sogar die 1.047 des Vorjahres.