Schule

Für 600 Jugendliche steht die Ausbildungsreform auf dem Stundenplan

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Der Rektor des Tønder Gymnasiums, Karl Jørgen Møller, im Gespräch mit Jugendlichen

Am Gymnasium in Tondern diskutieren die Schülerinnen und Schüler in einer öffentlichen Runde mit den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern aus der Landespolitik. Mit der Wirtschaftsministerin Stephanie Lose nimmt auch eine ehemalige Schülerin an der Diskussion teil.

Die von der Regierung angekündigte umfassende Ausbildungsreform, mit der unter anderem das Arbeitskräfteangebot in Dänemark erhöht werden soll, wird am Freitag, 3. Januar, von 10 bis 11.10 Uhr bei einer öffentlichen Debatte im Tønder Gymnasium thematisiert.

Laut dem Entwurf der Regierung ist ein neuer praktischer und gewerbeorientierter Gymnasialzweig vorgesehen.

Der Titel der gemeinsamen Veranstaltung mit Marieskolen lautet „De unge først“ (Die Jugendlichen zuerst).

„Wir begrüßen den Vorschlag zu einer Reform. Er fordert aber, dass die Jugendlichen in den Mittelpunkt gerückt werden. Wenn wir uns vor Ort mit der Umsetzung des Vorschlags befassen sollen, müssen wir die verschiedenen Modelle gründlich diskutieren, um zu gewährleisten, dass die Jugendlichen in Tondern auch zukünftig eine freie Ausbildungswahl haben“, sagt der Rektor des Gymnasiums, Karl Jørgen Møller.

Den Fokus auf die Jugendlichen richten

Møller erwähnt, dass die vorgeschlagene Bildungsreform in vielerlei Hinsicht einen enormen Tribut von der bestehenden institutionellen Landschaft fordern würde.

Zu den Themen, die diskutiert werden sollen, gehören das Studienmilieu, Bildung und das Recht auf freie Wahl im Grenzland. Dabei geht es auch um die Rolle des Gymnasiums, zum Beispiel durch Schülerinnen und Schüler von südlich der Grenze zum Arbeitskräfteangebot beizutragen.

Zuspruch von südlich der Grenze

Møller berichtet, dass gegenwärtig 20 bis 25 Prozent der Jugendlichen, die ein allgemeines Abitur machen, südlich der Grenze wohnen.

„Es sagt etwas darüber aus, dass wir über eine attraktive und vertrauenswürdige Ausbildung und einen attraktiven Standort verfügen, welches Jugendliche anlockt“, so Møller.

Diese jungen Menschen würden nach Tondern kommen, weil sie eine dänische Ausbildung wünschen und weil das Tonderner Gymnasium einen Teil der vielseitigen Kultur der Schülerinnen und Schüler von südlich der Grenze vertritt.

„Wir wissen, dass 75 Prozent dieser Schülerschaft ihr Leben in Dänemark fortsetzen und zum Beispiel ihre Hochschulausbildungen hier absolvieren“, so der Rektor in einer Pressemitteilung. Somit sei das Gymnasium bereits ein Mitspieler, um das Arbeitskräfteangebot im Grenzland zu erhöhen.

Politikerinnen und Politiker aus dem Folketing

Im Podium sind Wirtschaftsministerin Stephanie Lose (Venstre), die Folketingsmitglieder Henrik Frandsen (Moderate) und Benny Engelbrecht (Sozialdemokratie), Alexander von Oettingen, Direktor von UC Syd, sowie die Schulsprecherin Katrine Fjord Gasenzer vertreten.