Deutsche Minderheit

Faustballturnier: Minderheit holt erstmals dänische Schulen mit ins Boot

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Bei dem Faustballturnier in Tondern können sich alle mal an der Sportart versuchen.

Mehrheitsfähig: 40 Teams traten beim Faustballturnier in Tondern an. Erstmals waren nicht nur Schulen der deutschen Minderheit mit dabei. Warum auch dänische Institutionen dieses Mal mitgespielt haben, verrät Veranstalter Hans Martin Asmussen.

In den Tondernhallen (Tønderhallerne) haben sich am vergangenen Donnerstag rund 90 Schülerinnen und Schüler die Bälle um die Ohren gedroschen. Der Anlass: ein Turnier im Kleinfeldfaustball. „Das ist eine vereinfachte Version des Faustballs“, verrät Turnier-Veranstalter Hans Martin Asmussen. Dabei wird nur zwei gegen zwei, und nicht wie sonst fünf gegen fünf gespielt. Auch die Netzhöhe ist niedriger als beim normalen Faustball. „Dadurch können auch absolute Anfänger in den Spielfluss kommen“, so Asmussen.

Schon zum vierten Mal findet das Turnier statt. Das Besondere in diesem Jahr: Erstmals sind auch dänische Schulen mit dabei. „Dieses und nächstes Jahr ist es die wichtigste Aufgabe für die Kommune, Werbung für die EM bei uns zu machen, deswegen sind auch die dänischen Schulen eingeladen“, so Asmussen. „Vielleicht werden auch zukünftig dänische Schulen mit dabei sein, da müssen wir mal schauen. Der Faustball ist ein Nischen- und Minderheitensport, aber ausschließen wollen wir hier natürlich niemanden. Wir wünschen die Sportart schließlich immer weiter auszubreiten.“

Hans Martin Asmussen ist der Gründer des Turniers.

Neue Vereinsmitglieder gesucht

Jepke kommt aus Tingleff und geht in die neunte Klasse, er spielt seit sechs Jahren Faustball im Verein und würde sich auch über Zuwachs in seiner Mannschaft freuen: „Vielleicht haben hier ja auch einige Spaß an dem Sport und fangen in größeren Vereinen an zu spielen.“ Ihm gefällt vor allem, dass man „quasi nichts allein machen kann. Man muss mit seinem Team zusammenspielen.“

Kris ist 17 und geht auf die dänische Schule STUK in Toftlund, er spielt im Gegensatz zu Jepke kein Faustball, Spaß an dem Turnier hat er trotzdem: „Es ist spannend und lustig.“ Und auch davon, den Sport in seiner Freizeit in einem Verein weiterzuverfolgen, ist er nicht abgeneigt: „Ja, ich kann mir vorstellen, dass ich das nochmal ausprobieren würde.“

Jepke (rechts) mit seiner Sportlehrerin und seinem Teamkollegen

Insgesamt acht Schulen sind getrennt nach Geschlecht und Klassen gegeneinander angetreten. Das Wichtigste für Asmussen am Ende des Tages: „Es sollen einfach alle Spaß haben.“

Mädchen 6. und 7. Klasse

Insgesamt acht Schulen haben teilgenommen: DS Tingleff, D Nachschule Tingleff, LAS, DP Apenrade, DS Sonderburg, DS Buhrkall, Marieskolen in Tondern, STUK in Toftlund

Und das waren die Top drei Mannschaften der vier Altersklassen: