Blaulicht

Trauriges Ende der Suche: Pony Leo ist tot

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Pony Leo war eines von insgesamt 13 Reitschulpferden des Tonderner Reitklubs.

Am Montagabend entdeckte ein Suchtrupp des Tonderner Reitklubs das Reitschulpony tot – auf dem Vereinsgelände. Die Ursache ist noch unklar. Für viele im Klub endet die Suche mit schwerem Herzen.

Er war mehr als nur ein Reitschulpony. Leo war ein Teil des Tonderner Reitklubs (Tønder Rideklub) – und für viele Kinder und Jugendliche der treue Begleiter auf ihren ersten Reitschritten. Seit Montagvormittag wurde nach ihm gesucht, am Abend dann die traurige Gewissheit: Leo ist tot.

Das 24 Jahre alte, braun-weiß gescheckte Pony war am Wochenende spurlos von seiner Koppel am Holmevej in Tondern verschwunden. Weil die Einzäunung unversehrt war, lag der Verdacht eines Diebstahls nahe. Der Reitklub hatte daraufhin über soziale Netzwerke eine Suchmeldung verbreitet, auch die Polizei gab am Montagvormittag eine offizielle Fahndung heraus.

Am Montagabend gegen 18.20 Uhr dann der Fund: Leo wurde tot in einem Gebüsch auf dem Gelände des Reitklubs entdeckt. Für viele der ehrenamtlich Suchenden, darunter Vereinsmitglieder und Eltern, war es ein schwerer Moment.

Todesursache wird untersucht

„Nichts deutet unmittelbar auf einen unnatürlichen Tod hin“, erklärte Polizeikommissar Martin Hess Pedersen vom Bezirksrevier in Sonderburg (Sønderborg) gegenüber der Presse. Dennoch hat der Reitklub eine tierärztliche Untersuchung in Auftrag gegeben, um die genaue Todesursache klären zu lassen.

Leo war bekannt für seine Ruhe, seine Treue – und eine gewisse Bequemlichkeit. In den sozialen Medien wurde er liebevoll als „faul und verfressen“ beschrieben – Eigenschaften, die ihn umso liebenswerter machten. Dass er seine Koppel aus eigener Kraft verlassen hätte, hielten alle, die das Pony kannten, für nahezu ausgeschlossen.

Nun herrscht Trauer im Reitklub – aber auch Dankbarkeit. Dankbarkeit für all die Jahre, in denen Leo geduldig Kinder trug, Gelassenheit lehrte und für viele zum Herzenspony wurde.