Ladywalk 2025

Inselwalk der Frauen: Bewegen für einen guten Zweck

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Der Startschuss fällt beim Ladywalk 2025

Gemeinsam stark: Wieso laufen über eintausend Frauen durch Sonderburg? Der Ladywalk 2025 setzt ein Zeichen für Gesundheit, Gemeinschaft und Solidarität. Teilnehmerinnen des „Team Nordi“ berichten über ihre persönlichen Eindrücke.

„Wir sind so viele Frauen, die diese Tour gehen, die miteinander reden“, sagt Henriette Tvede Andersen. Beim Ladywalk in Sonderburg entstehe ein Gemeinschaftsgefühl, berichtet die Schulleiterin der Deutschen Schule Sonderburg. In der Hafenstadt am Alsensund (Alssund) startet auch in diesem Jahr der Ladywalk an den SFS-Hallen. Die mehr als eintausend Frauen laufen in ihren dunkelblauen T-Shirts los in die Natur, durch den Wald und später am Wasser – je nachdem, welche Route sie auswählen.

Auch einige Kolleginnen des „Nordschleswigers“ nehmen am größten Eintagessportevent Dänemarks für ausschließlich Frauen teil und absolvieren unterschiedliche Strecken. Die Teilnehmerinnen machen sich gemeinsam auf die drei, sieben und zwölf Kilometer weiten Routen. Nach dem Startschuss läuft „Team Nordi“ mit über 60 Teilnehmerinnen los.

Ladywalkerinnen berichten über Erfahrungen – und setzen auf Gemeinschaft

„Ich war schon unzählige Male beim Ladywalk dabei – seit über zehn Jahren“, sagt Melanie Bertelsen aus Sonderburg. Sie leitet die Schulfreizeitordnung der Deutschen Schule Sonderburg. „Ich finde es schön hier, vor allem die Gemeinschaft“, betont die 47-Jährige: „Man kann nette Gespräche führen, es ist für einen guten Zweck und fördert den Zusammenhalt im Kollegenkreis.“

Für Julie Bertelsen (21) ist es das vierte Mal, dass sie am Ladywalk teilnimmt. Die Pädagogik-Studentin aus Sonderburg ist gemeinsam mit ihrer Mutter unterwegs. „Ich genieße es, mit ihr etwas zu unternehmen“, sagt die junge Studentin.

Mit Familie und Vierbeinern spazieren

Melanie und Julie Bertelsen, Henriette Tvede Andersen und Martha Peters (v. l.) mit Hund „Charlie“ sind für das „Team Nordi“ beim Ladywalk 2025 unterwegs.

Henriette Tvede Andersen (48) aus Apenrade nimmt seit etwa zehn Jahren am Ladywalk teil. Sie ist in diesem Jahr nur mit einer ihrer beiden Töchter dabei. Sie haben auch ihren Hund „Charlie“ mitgebracht. Gemeinsam laufen sie die sieben Kilometer, während Melanie und Julie Bertelsen sich in diesem Jahr die drei Kilometer aussuchten: „Zur Verteidigung: Die anderen Male waren es immer die zwölf Kilometer“, sagt Julie mit einem Lächeln. Ein Highlight des Abends sei die Geselligkeit, betont Henriette.

Melanie stimmt zu: „Es ist eine schöne Umgebung, es ist schönes Wetter und eine tolle Atmosphäre.“

Der ganze Abend ist ein Highlight.

Henriette Tvede Andresen

Wunsch nach einem gemeinsamen Startschuss

Es gibt ein gemeinsames Aufwärmprogramm und ein gemeinsames „Go“. „Ich finde es immer ein bisschen schade, dass viele vor dem eigentlichen Startschuss losgehen“, bedauert Melanie. Henriette stimmt dem zu: „Man fängt gemeinsam an in einer kleineren Gruppe, und zum Schluss sieht man keinen mehr. Jeder geht für sich nach Hause.“ Ein gemeinsames Ausklingen des Abends fehle. Es sei schwierig zu koordinieren, wann man die Kilometer gegangen sei. Sie würden sich einen gemeinsamen Start wünschen.

Doch die Stärken des Events überwiegen für die langjährigen Teilnehmerinnen: „Sonst wären wir nicht seit so vielen Jahren dabei“, sagt Melanie mit einem Augenzwinkern.

Erstteilnehmerinnen sind mit Begeisterung dabei

Neben den seit Jahren begeisterten Ladywalkerinnen nehmen andere Frauen zum ersten Mal teil. Unter ihnen zeigt sich ein Frauengespann aus fünf Teilnehmerinnen, das heute gemeinsam an den Start geht – verbunden durch Renate Otto aus Lügumkloster (Løgumkloster).

„Ich bin durch Renate auf die Veranstaltung aufmerksam geworden und freue mich, dass ich dabei bin“, sagt Ute Wünsche aus Lügumkloster. Gaby Bewernick (58) aus Bredebro schmunzelt: „Ich bin auch das erste Mal dabei – und ebenfalls durch Renate hier.“

Ein Ziel und viele Eindrücke

Die Teilnehmerinnen des „Team Nordi“ freuen sich auf das Event.

„Ich bin das erste Mal dabei. Gemeinsam ein Ziel zu verfolgen, motiviert mich – und als Zugezogene lerne ich so neue Leute in der Gemeinschaft kennen“, sagt Silke Klaft aus Hoyer (Højer). Die 66-Jährige ist eine der fünf Frauen.

„Ich bin durch eine langjährige Teilnehmerin auf den Ladywalk aufmerksam geworden. Mir gefällt besonders, dass wir aktiv die Frauengesundheit unterstützen“, ergänzt Renate Otto.

Alle drei nehmen heute die drei Kilometer lange Strecke in Angriff. Gemeinsam verfolgen die Frauen, ob ältere oder jüngere, ein Ziel: Spaß an der Bewegung zu haben und dabei etwas Gutes zu tun. In diesem Jahr geht der Erlös an zwei Organisationen, in denen es um Forschung und Information zu Frauenkrankheiten geht.