Verkehrsangebot

Ein Bus für private Familienausflüge und Sportvereine: So funktioniert das Konzept

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Der Vorsitzende des Mobilitätsvereins, Niels Peter Nielsen, 2021 mit einem der beiden damaligen Busse. Für 2025 werden nun drei E-Busse geleast und in drei Dörfern stationiert.

Mit Freunden einen Ausflug zum Strand machen oder das Sportteam einpacken und zum Turnier reisen: Drei Busse stehen ab August 2025 Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern für Zwecke wie diese zur Verfügung. Mit dem Konzept unterstützt die dänische Verkehrsbehörde Fahren in Gemeinschaft. So funktioniert es.

Ein Bus mit Platz für neun Personen, der nach Bedarf von privat oder von Vereinen gebucht werden kann: Mit dem Konzept der Dorfbusse unterstützt das dänische Verkehrsministerium die Mobilität in ländlichen Gebieten.

Ehrenamtliche des lokalen Vereins „Mobilitetsforeningen“ organisieren die Busse, die gegen eine Gebühr zur Verfügung stehen. Gebucht wird über eine Internetseite, das Steuer übernimmt man selbst.

In drei Dörfern der Kommune Sonderburg (Sønderborg) werden ab Spätsommer 2025 drei E-Busse stationiert: in Quars (Kværs), Schelde (Skelde) und Tandslet. Die Behörde bezuschusst die Busse mit einer Million Kronen über eine Zeit von vier Jahren.

Mehrere Testphasen mit den Dorfbussen gab es in der Kommune seit 2015 bereits, nun fließt erstmals Geld von der dänischen Verkehrsbehörde.

„Grüne Mobilität steht in der Kommune Sonderburg seit Jahren stark im Fokus“, sagt Stadtratspolitikerin Kirsten Bachmann (Schleswigsche Partei), die außerdem Vorsitzende des Ausschusses für Technik, Stadt und Wohnen ist. Halbleere Autos auf den Straßen verursachten unnötigen CO₂-Ausstoß. Gleichzeitig wolle man den kollektiven Verkehr in den Landdistrikten stärken. „Mit den Dorfbussen haben wir damit bereits supergute Erfahrungen gemacht.“

Dass wir jetzt drei Dorfbusse erhalten, ist für die Menschen auf dem Land eine große Bereicherung.

Niels Peter Nielsen

Stromladestationen in drei Dörfern geplant

Die Lieferzeit der drei strombetriebenen Busse beträgt rund vier Monate. Alle Fahrzeuge werden geleast, entsprechende Stromladestationen müssen in Quars, Schelde und Tandslet eingerichtet werden.

250.000 Kronen finanziert der Mobilitätsverein über die Leihgebühren selbst (siehe Infokasten). „Wir setzen uns in der kommenden Woche zusammen und werden die nächsten Schritte planen und umsetzen“, sagt Niels Peter Nielsen, Vorsitzender des kommunalen Mobilitätsvereins.

Er hat den Dorfbus schon oft privat genutzt: für Familienausflüge oder Fahrten mit Sportkameraden. „Dass wir jetzt drei Dorfbusse erhalten, ist für die Menschen auf dem Land eine große Bereicherung“, findet er.

So funktioniert das Fahren mit den Dorfbussen