Vereinswelt

Bootsbesitzende aufgepasst: In Apenrade geht’s wieder ins Wasser

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Die Slipanlage befindet sich direkt an dem neuen Schöpf- und Sperrwerk an der Mündung der Mühlenau im Apenrader Hafen.

Die Slipanlage im Apenrader Hafen kann nach langer Sperrung wieder genutzt werden. Mit günstigen Tarifen und einem praktischen System setzt der Kleinbootverein auf Vertrauen – und auf die Rückkehr der alten Stammkundschaft.

„Kauft keine Tageskarte, sondern schafft euch am besten gleich die Jahreskarte an“, sagt Ole Mikkelsen und lacht. Er ist Schriftwart des Kleinbootvereins an der Mündung der Mühlenau in Apenrade. „Bådelauget Mølleåen“, so der offizielle Name der Bootsgilde, ist der Betreiber der Slipanlage im Apenrader Hafen. Die Vereinsadresse lautet: Søndre Havnevej 6.

In Verbindung mit dem Bau des Schöpf- und Sperrwerks an der Mündung der Mühlen konnte die Slipanlage drei Jahre nicht genutzt werden. Seit einigen Monaten ist das wieder möglich, aber die frühere Stammkundschaft ist noch nicht wieder an die schräge Ebene zurückgekehrt – zum Bedauern des Kleinbootvereins.

Großer Parkplatz

Direkt neben dem Schöpf- und Sperrwerk hat die Kommune einen großen Parkplatz angelegt, der selbstverständlich auch von den Nutzerinnen und Nutzern der Slipanlage verwendet werden darf.

Dabei haben sich die Bedingungen deutlich verbessert. „Die Kommune hat uns da sehr wohlwollend unterstützt“, betont Ole Mikkelsen. Nutzerinnen und Nutzer der Slipanlage steht ein großer Parkplatz gleich an der Einfahrt zum Vereinshaus kostenlos zur Verfügung.

Die Bootsgilde hat die Preise für diese Saison 2025 gesenkt, um das Geschäft wieder anzukurbeln. „Die Tageskarte kostet 10 Euro. Das Jahresabo beträgt nur 30 Euro“, sagt der Schriftwart. Beim vierten Besuch der Slipanlage hätte sich die Jahreskarte also schon amortisiert.

Günstige Jahreskarte

Der rote Pfeil auf dem Schild weist zum Vereinshaus. Und nicht verwirren lassen: Auf dem Schild sind noch die alten Preise. Die Jahreskarte kostet jetzt nur 30 Euro!

Die Stammkundschaft besteht vorwiegend aus Anglerinnen und Anglern. „Die kommen zu zweit, zu dritt, zu viert mit einem Boot und lassen es hier bei uns zu Wasser“, erzählt Ole Mikkelsen. Die Gäste fahren dann auf die Förde hinaus, angeln typisch ein paar Stunden und kehren dann nach Apenrade zurück. „Hier bei uns können sie auf unseren Bänken ihr mitgebrachtes Picknick genießen oder auch die Toilette nutzen. Meistens ist das Vereinshaus geöffnet. Es ist tagsüber fast immer jemand da“, unterstreicht der Vereinsschriftwart.

Die Bootsgilde vertraut den Nutzerinnen und Nutzern der Slipanlage. „Wir halten in dem Sinne ja keine Aufsicht. Wir vertrauen darauf, dass die Leute zahlen. Damit sind wir bisher auch immer sehr gut verfahren“, sagt Ole Mikkelsen.

Bargeldlos oder kontant

Die Slipanlage ist großzügig geschnitten. Dennoch gilt: Die Nutzung ist auf eigene Gefahr.

Unter der Stammkundschaft waren vor dem Bau des Schöpf- und Sperrwerks viele Deutsche, und diese hofft der Verein, auch wieder zurückholen zu können, wenn sich in der Community erst herumspricht, dass die Slipanlage im Apenrader Hafen wieder genutzt werden kann.

Viele Däninnen und Dänen sind inzwischen bargeldlos unterwegs. Sie überweisen das Geld über MobilePay mit ihrem Handy. „Wer lieber mit Bargeld zahlt, kann das natürlich auch. Das ist kein Problem. In der Regel ist das Vereinshaus ja besetzt. Da kann man sich persönlich an eines unserer Mitglieder wenden. Wenn man das Geld aber abgezählt hat, wirft man es einfach in einen Umschlag in unseren Briefkasten und fertig“, schildert Ole Mikkelsen die unkomplizierte Arbeitsweise der Bootsgilde. Wer eine Jahreskarte ersteht, bekommt einen entsprechenden Aufkleber für den Bootsanhänger.

Immer erreichbar

Im Aushang an der Eingangstür zum Vereinshaus sind die aktuelle Preisliste und die Kontaktdaten der Vorstandsmitglieder zu finden. Auch der Briefkasten des Vereins befindet sich dort.

Die Mitglieder der Bootsgilde dürfen keine eigenen Boote besitzen, die länger als fünf bis sechs Meter sind. Diese Beschränkung gilt nicht für die Nutzerinnen und Nutzer der Slipanlage. „Wer meint, längere Boote über unsere Rampe schadlos ins Wasser bringen zu können, und von dort dann auch in die Förde zu kommen, kann das gerne tun. Aber das geschieht auf eigene Verantwortung!“, unterstreicht Ole Mikkelsen.

Sollte es Fragen oder gar Probleme geben, die vor Ort nicht geklärt werden können, so hängt an der Eingangstür zum Vereinshaus eine Liste mit den Kontaktdaten der Vorstandsmitglieder aus. „Von uns ist immer jemand zu erreichen“, sichert der Schriftwart zu.