Geschäftswelt

Alsik trotz Minus von 14,5 Millionen Kronen: „Geht in die richtige Richtung“

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Das Hotel Alsik am Sonderburger Hafen hat 18 Etagen, in Etage Nummer 17 liegt das Restaurant „Syttende“, das mit dem gastronomischen Leiter und Koch Jesper Koch einen Michelin-Stern geholt hat.

Das Steigenberger Hotel Alsik ist sechs Jahre nach seiner Eröffnung weiter in den roten Zahlen. Die Betreibergesellschaft Alsik A/S legte erneut einen Jahresabschluss mit einem hohen Defizit vor.

Die beste Nachricht vorweg: Es ist das beste Minus in der Geschichte des Hotels: 14,5 Millionen Kronen Unterschuss hat das Hotel Alsik in Sonderburg im vergangenen Betriebsjahr erwirtschaftet. Das berichtet die Zeitung „Jydske Vestkysten“.

„Darüber freuen wir uns natürlich – dass es in die richtige Richtung geht. Es entspricht unseren Budgetplanungen, ja, es ist sogar etwas besser“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Lars Tveen von Alsik A/S.

Auf die Frage, weshalb man weiterhin keine Gewinne erzielt, sagt Lars Tveen gegenüber „Jydske Vestkysten“: „Unsere Kundenzufriedenheit und Auslastung steigen und sind im Vergleich zu 2023 weiter gewachsen. Das Geschäft entwickelt sich insgesamt in die richtige Richtung. Wo wir wohl etwas zu optimistisch waren, ist beim „Sergenten“. Es war schwieriger, Konferenzen hierherzuholen, als wir erwartet hatten. Es geht voran, aber es bedarf Zeit.“

Tveen betont, dass man auch die Ausgabenseite des Unternehmens weiter optimieren müsse, ohne bei Qualität und Erlebnis Kompromisse einzugehen.

Langfristige und breit angelegte Investition

Im Kontext des Jahresabschlusses 2023 sagte der Aufsichtsratsvorsitzende gegenüber „Jydske Vestkysten“, dass Alsik zwar schwarze Zahlen anstrebe, das Hotel aber nicht nur aus Gewinnstreben betreibe. Ziel sei es auch, Sonderburg als attraktiven Standort mitzugestalten.

Daher akzeptiert Alsik A/S mit der Bitten & Mads Clausens Fond im Rücken, dass es Zeit braucht, bis Gewinne erzielt werden. Es handelt sich also um eine langfristige Investition.

Laut Lagebericht im Jahresabschluss 2024 rechnen die Betreiber auch für 2025 noch mit einem Defizit von etwa zehn Millionen Kronen.

Das Gebäude am Sonderburger Stadthafen ist ein modernes Wahrzeichen der Stadt geworden.

Im Jahr 2023 gab es 75.000 Übernachtungsgäste. Das entspricht einer Auslastung von 67 Prozent, 2024 lag die Auslastung bei 70,5 Prozent.

233 Millionen Minus sind mit dem Alsik entstanden

Insgesamt hat Alsik A/S seit der Eröffnung im Jahr 2019 ein Defizit von 233 Millionen Kronen erwirtschaftet. Die ersten Jahre während der weltweiten Corona-Pandemie waren extrem kostspielig, 2019 stand ein Minus von 90 Millionen Kronen am Ende der Jahresabrechnung.

In den sechs Jahren hatte das Hotel fünf Direktoren, zuletzt hat der kulinarische Leiter Jesper Koch angekündigt, dass er im Sommer ausscheidet. Das Hotel sucht bereits nach einem Nachfolger.

Es gibt rund 200 Mitarbeitende, entsprechend 140 Vollzeitstellen. Alsik A/S veröffentlicht keine Umsatzzahlen, aber früher war von etwa 90 bis 100 Millionen Kronen jährlich die Rede.

Das größte Luxushotel Südjütlands wurde 2019 mit fast 200 Zimmern, dem größten Spa- und Wellnessbereich Nordeuropas sowie Konferenz- und Konzertsälen am 6. Mai 2019 eröffnet. Das Hotel verfügt außerdem über das einzige Michelin-Restaurant Südjütlands, das Restaurant „Syttende“.