Deutsche Minderheit

Zwei Brüder zeigten es den Hoyeranern

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Der Königsstaat des Hoyeraner Schützenvereins: Iver Ratenburg (Mitte) ist der neue König. Sein Bruder Broder (2. v. r.) wurde Kronprinz, während sich Titelverteidiger Ernst Iver Bossen (2. v. l.) mit dem Prinzentitel begnügen musste. Auf Platz vier kam Hans Erik Mikkelsen (l.). Walter A. Sørensen (r.) gewann den neu gestifteten Wanderpokal.

Beim Schützenfest in Hoyer eroberte Iver Ratenburg zum ersten Mal die Königswürde. Er verwies seinen Bruder Broder auf den zweiten Platz.

Er ist seit vielen Jahren Mitglied des historischen Schützenvereins von 1856 in Hoyer. Doch Schützenkönig ist er noch nie gewesen. Das hat sich beim jüngsten Schützenfest geändert. Iver Ratenburg aus Borrig (Borg) hatte sich bei den zehn Schüssen auf die Königsscheibe gegen seinen Bruder Broder behauptet, der auf die Position des Kronprinzen verdrängt wurde.

Prinz wurde der Titelverteidiger Ernst Iver Bossen, der auch Vorsitzender des Schützenvereins ist. In der Jugendherberge seiner Ehefrau Kirsten in Ruttebüll (Rudbøl) wurde das Schützenfest mit einem herzhaften Frühstück eröffnet.

Elf Mitglieder fuhren dann ins kleine Schützenhaus in Hoyer. Die Mitglieder geben ihre 10 Schüsse auf die Königsscheibe in zwei Runden mit zwei fremden Vereinsgewehren ab. „So haben alle die gleichen Bedingungen“, betont Bossen.

Jeden Mittwoch wird geschossen

„Es ist uns nicht gelungen, mehr Mitglieder zu bekommen. Wir sagen Leuten immer wieder, dass sie vorbeikommen dürfen, aber es wird nichts draus. Das Problem haben auch andere Vereine. Erschwerend kommt dazu, dass die Einwohnerzahl der Kommune fällt“, bedauert Ernst Iver Bossen. Die Schießabende finden jeden Mittwoch ab 18.30 Uhr im Schützenhaus statt.

Mit seiner geschossenen 20 verwies er Hans Erik Mikkelsen auf den vierten Platz. Sieger des von Schützenmitglied Claus Haagen Christensen gestifteten Wanderpokals wurde Walter Sørensen.