Deutsche Minderheit

Vor Deadline für „Identitätsgespräche“: Sally wartet auf Rückmeldungen

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Sally Flindt-Hansen
Sally Flindt-Hansen hat das Identitätsgespräch innerhalb von zehn Monaten entwickelt. Jetzt biegt das Projekt auf die Zielgerade ein.

Wie denken und handeln Angehörige der deutschen Minderheit in bestimmten Situationen im Minderheitenkontext? Diese Erkenntnisse soll das „Identitätsgespräch“ liefern, dass der Bund Deutscher Nordschleswiger im September veröffentlicht hat. Am 3. März werden die Gewinne verlost. Wer noch im Lostopf landen möchte, sollte das Gespräch zeitnah führen.

Nur noch wenige Tage kann das vom Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) initiierte „Identitätsgespräch“ geführt werden, um auch an der Verlosung teilzunehmen. Am Montag, 3. März, findet auf dem Knivsberg (Knivsbjerg) die Preisvergabe statt.

Noch können Interessierte das Spiel mit Kolleginnen und Kollegen oder im Verein in gemütlicher Runde spielen, appelliert BDN-Kommunikationskonsulentin Sally Flindt-Hansen an alle, die das Gespräch bereits bestellt und es bisher nicht geführt haben.

Das Spiel, das in drei Phasen unterteilt ist, enthält eine strikte Anleitung, wie die Gespräche geführt werden sollen. „So soll sich eine gewisse Dynamik entwickeln“, sagte Flindt-Hansen im vergangenen Jahr zur Vorstellung des Spiels. „Identität spielt sich im Unterbewusstsein ab, daher ist es schwierig, darüber zu sprechen.“ Ziel ist es, dass die Teilnehmenden sich bewusster darüber werden, wie sie in bestimmten Situationen im Minderheitenkontext denken und handeln. Am Ende des Spiels soll eine Postkarte, der sogenannte Nordschleswigzettel, ausgefüllt und an den BDN geschickt werden.

„Viele, die das Gespräch bereits geführt haben, haben mir erzählt, dass es wirklich ein Vergnügen war und sich gelohnt hat. Das freut mich natürlich sehr“, sagt die Initiatorin.

Sally Flindt-Hansen
Das Gespräch findet in drei Phasen statt und soll einen festen Rahmen für einen Austausch über das Thema Identität liefern.

Bislang nur 14 Rückmeldungen

Doch es gibt einen Wermutstropfen: „Seit der Veröffentlichung haben wir 45 von 50 bestellten Identitätsgesprächen verteilt. Es sind bisher nur 14 Nordschleswigzettel zurückgekommen.“

Es freue sie natürlich, dass es Leute gibt, die sich schnell ihr Exemplar gesichert haben. „Ich möchte alle ermutigen, die ein Identitätsgespräch bestellt haben, dieses bald zu führen“, sagt die Entwicklerin des Spiels. Es mache nicht nur Spaß, über die Identität in der deutschen Minderheit zu sprechen, sondern lohne sich auch. Nur wer das Gespräch geführt habe, lande auch im Topf zur Verlosung. „Alle Nordschleswigzettel, die bis zum 3. März um 8 Uhr bei uns eingehen, nehmen teil.“

Gewinn kann gespendet werden

Unter allen teilnehmenden Gruppen werden drei Geldpreise in Höhe von 20.000, 10.000 und 5.000 Kronen verlost. „Ein paar Daten brauchen wir für die Teilnahme am Gewinnspiel, aber ansonsten bleiben die Gespräche ein Geheimnis“, so die Initiatorin.

Den Gewinn könne man auch spenden – etwa an andere Vereine oder Institutionen, sagt Flindt-Hansen. Dies hätten einige der Teilnehmenden auf ihrem Nordschleswigzettel so angegeben. Was bisher sonst auf den 14 Zetteln als Spielergebnis steht, dazu wollte sich Flindt-Hansen gegenüber dem „Nordschleswiger“ noch nicht äußern. „Das schauen wir uns erst im Zuge der Verlosung an.“

Wer sich noch kein Spiel gesichert habe, könne eines der letzten fünf Gespräche bekommen, die noch auf Lager liegen. Es richtet sich ausschließlich an Vereinsmitglieder, Vorstände, Kolleginnen und Kollegen sowie andere Gruppen, die durch einen Verein oder eine Organisation zusammengehören.

Natürlich habe das Gespräch auch über den 3. März hinaus ein Leben und könne immer wieder geführt werden, betont Flindt-Hansen.