BDN Ortsverein Tingleff

Verschärfter Blick auf ein generationenübergreifendes Miteinander

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Die jüngere Generation verstärkt einbinden und das Schluxifest wiederbeleben – das steht auf der Wunschliste des BDN-Ortsvereins Tingleff (Archivfoto)

Engeren Kontakt zur Schule, zu den Mitgliedern und das Gewinnen neuer Mitglieder, vor allem bei der jüngeren Generation – diese Vorhaben hat sich der BDN-Ortsverein Tingleff auf die Fahne geschrieben.

Auf der Generalversammlung des BDN-Ortsvereins Tingleff (Bund Deutscher Nordschleswiger) ist Vorsitzende Betty Weinschenck als Vorstandsmitglied wiedergewählt und Rolf Pfeifer neu gewählt worden. Pfeifer, der viele Jahre Vorsitzender des Deutschen Hauses Jündewatt war, hatte sich schon länger für den Ortsverein eingesetzt und gehört dem Vorstand nun offiziell an. Conny Søndergaard schied auf eigenen Wunsch aus.

Der neue Vorstand hat sich noch nicht konstituiert, Betty Weinschenck gehe aber davon aus, den Vorsitz weiter zu bekleiden. „Ich bin auf jeden Fall dazu bereit und habe das den Vorstandskolleginnen und -kollegen signalisiert.“

Proaktiver die Gemeinschaft pflegen

Bei der Versammlung im Landwirtschaftlichen Hauptverein für Nordschleswig (LHN) mit 17 Teilnehmenden rückte die Mitgliederwerbung, die Mitgliederbetreuung und ein engerer Kontakt zur Deutschen Schule in den Fokus. Die Ansätze: Die Generalversammlung dort wieder stattfinden zu lassen und bei Veranstaltungen gezielt Familien sowie ältere Schulkinder anzusprechen, um ihnen den BDN-Ortsverein näherzubringen und sie über die Bedeutung einer Mitgliedschaft zu informieren. Der Ortsverein hat aktuell 366 Mitglieder.

Man strebe eine engere Verflechtung und einen guten Austausch mit der Schule an, wo just ein Schulleiterwechsel erfolgt. „Wir würden es begrüßen, wenn auf dem Schulgelände auch wieder ein Gemeinschaftsfest mit den umliegenden deutschen Vereinen und Institutionen stattfindet“, so Betty Weinschenck.

Das Gemeinschaftsfest, auch „Schluxifest“ genannt in Anlehnung an das Einzugsgebiet Schluxharde, wurde zuletzt nicht mehr veranstaltet.

Kulturinfos zum Abschluss

In die Generalversammlung war ein kleines Rahmenprogramm eingebettet. Der Ortsverein hatte den BDN-Kulturkonsulenten Uffe Iwersen als Referenten gewinnen können. Iwersen berichtete über seine Arbeit und über den Kultursektor der deutschen Minderheit.

„Uffe war davon ausgegangen, etwa eine halbe Stunde zu erzählen. Er blieb aber viel länger. Es war sehr interessant“, erwähnt Betty Weinschenck.

Iwersen ging unter anderem auf das Theater-Abo ein, das guten Zuspruch finde, und auf Kulturprojekte in den Schulen und Kindergärten. Er berichtete zudem von einem anstehenden Filmprojekt, das im Haus Quickborn seine Wurzeln finden wird.

Dieses „Spoilern“ auf der Generalversammlung hat sich bei Rolf Pfeifer festgesetzt: „Uffe Iwersen wollte noch nichts Konkretes verraten, bis auf die Tatsache, dass die für die Durchführung notwendigen Gespräche mit den Filmschaffenden laufen, und das Projekt mehr und mehr an Form gewinnt. Wir freuen uns auf das fertige Produkt!“, berichtet Pfeifer.