Deutsche Minderheit

Ungünstige Begleitumstände: Theatergruppe rudert wieder zurück

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Der Vorhang bleibt zu. Die Laienspielgruppe aus Jündewatt hat sich nun doch dazu entschlossen, ihr aktuelles Stück nicht aufzuführen (Archivfoto)

Wegen der sanierungsbedingten, mittelfristigen Schließung des Deutschen Hauses in Jündewatt nahm sich die örtliche Laienspielgruppe vor, auf andere Übungsräume zurückzugreifen und die Premiere des neuen Stückes alternativ in Tingleff stattfinden zu lassen. Ihren Plan B hat die Gruppe wieder fallen lassen.

Es sollte am 14. März in Tingleff eine Aufführung geben, wo die neu formierte Jündewatter Theatergruppe mit dem Einstudieren doch schon so weit ist. Die deutsche Schule war als Ausweichort für das Deutsche Haus Jündewatt auserkoren worden, das wegen Feuchtigkeitsproblemen im Keller zurzeit nicht zur Verfügung steht.

Aus der Veranstaltung in Tingleff wird nun auch nichts. Es sollte eigentlich die Alternative sein für die im März im Deutschen Haus geplanten Darbietungen zum Frühlingsfest des BDN-Renz-Jündewatt (BDN: Bund Deutscher Nordschleswiger) und zum Theaterabend des Sozialdienstes Buhrkall (Burkal). Beide Abende wurden abgesagt.

Der Antrieb fehlt

„Die Motivation in der Gruppe hat nach dem ganzen Hin und Her und den Unsicherheiten gelitten. Die Mehrheit hat sich dafür ausgesprochen, am 14. März nun doch nicht aufzutreten und einen Neustart zu machen, wenn das Deutsche Haus wieder zur Verfügung steht“, erklärt Gudrun Asmussen von der Laienspielgruppe.

Im Namen der Theaterspielerinnen und -spieler bedaure sie, dass die Gruppe einen Rückzieher macht und so manche Laienspielinteressierte die Vorfreude nimmt. „Wir hoffen, dass unsere Entscheidung aufgrund der widrigen Begleitumstände auf Verständnis stößt“, so Asmussen, die seit vielen Jahren eine treibende Kraft der örtlichen Laienspielgruppe ist.

Gudrun Asmussen hätte im Frühjahr im Namen der Laienspielerinnen und Laienspieler allzu gern zum Theaterabend begrüßt, muss aber auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten (Archivfoto).