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Stella Polaris am Knivsberg: Erfolg mit Nachbesserungsbedarf

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Der Standort für die Veranstaltung wurde als besonders bezeichnet

Das Musikfestival „Stella Polaris“ war aus Sicht der deutschen Minderheit ein Erfolg. Jetzt stand die Veranstaltung auch bei den anderen Beteiligten auf dem Prüfstand – und bekam gute Noten. Ob eine Wiederholung gewünscht ist und welche Veränderungen es geben muss, beantwortet der Knivsbergleiter.

Das Musikfestival „Stella Polaris“ fand in Kopenhagen und Aarhus statt. Der Knivsberg (Knivsbjerg) reihte sich in diesem Jahr in die Veranstaltungsorte ein. Es war das erste Mal.

Erfolg klar erkennbar

Wie Bildungsstättenleiter Thore Naujeck erklärte, sei man aus Sicht der Minderheit, die dort unter anderem eine Bildungsstätte betreibt, überaus zufrieden. Denn mit etwa 90 Prozent der Gäste, die aus der dänischen Mehrheitsbevölkerung gekommen waren, habe man ein gestecktes Ziel erreicht: den Knivsberg unter der Mehrheit bekannter zu machen und Berührungsängste abzubauen.

Jetzt haben sich die Veranstalter, „Aabenraa Live“, Vertreter von „Stella Polaris“ und der Bildungsstätte getroffen, um die Veranstaltung zu evaluieren – und gemeinsam herauszufinden, ob es im kommenden Jahr wieder ein „Stella Polaris“ auf dem Berg geben könnte.

Wiederholung? Einigkeit unter den Beteiligten

Um letztere Frage zu beantworten: „Wir waren uns alle einig, dass der Knivsberg ein toller Standort ist. Wir waren uns auch einig, dass wir uns eine Wiederholung vorstellen könnten“, berichtet Naujeck von dem Treffen mit „Aabenraa-Live“-Vertreter Mikkel Hein und unter anderem Kalle Bremer von „Stella Polaris“, die „begeistert von der Location waren“.

Fragezeichen bei der Finanzierung

Eine Herausforderung oder der große Knackpunkt, wie Naujeck sagt, sei die Finanzierung. „Wir werden alle schauen, ob wir neue Töpfe finden: kommunal, Stiftungsmittel, in der Minderheit“, zählt er auf. Man könne vielleicht auch bei den Künstlerinnen und Künstlern sparen, fügt er hinzu.

Auch die Zielgruppe müsse nochmals überdacht werden, denn „in Kopenhagen waren es die 20- bis 30-Jährigen. Hier müssen wir eine andere Altersgruppe ins Visier nehmen: die 30- bis 40-Jährigen mit Familie, so wie wir es auch angedacht hatten. Deshalb haben wir viele Spielangebote gemacht“, berichtet er.

Werbung muss besser werden

Zudem könne die Kommunikation verbessert werden, sagt der Jugendverbandsmitarbeiter. „Und zwar beide Kommunikationen. Die nach außen, sodass wir mehr Leute erreichen. Die Werbung muss besser werden. Sie hat in diesem Jahr nicht genügend Menschen erreicht.“

Um auch Gäste aus Deutschland zu erreichen – und damit einen grenzüberschreitenden Charakter zu geben – „könnte man ein Pre-Event in Flensburg machen“, ist eine Überlegung, von der Thore Naujeck berichtet. „Wir tüfteln an neuen Plänen.“

Ein neues Datum für die Knivsberg-„Stella-Polaris“ ist auch schon im Gespräch: Ende Juli, Anfang August. Dass man wahrscheinlich mit anderen Veranstaltungen konkurriert, sei kaum zu vermeiden. Im Sommer gibt es kaum eine Chance, ein Datum zu finden, an dem nicht zeitgleich ein anderes Event stattfindet.

Interne Kommunikation: Es haperte

Herausforderungen gab es jedoch auch intern zwischen den Veranstaltenden („Aabernaa Live“), den Konzeptentwicklenden („Stella-Polaris“) und dem Veranstaltungsort (Knivsberg), denn der Knivsberg musste mit eigenem Personal einspringen und Arbeiten beim Aufbau übernehmen, sonst „wäre das ganze nicht solch ein tolles Festival geworden“, sagt der Knivsbergleiter. „Wir haben wirklich tolle Leute, die mit ihrer Erfahrung dazu beigetragen haben.“ Dass es nicht ganz wie abgesprochen gelaufen sei, „haben die anderen anerkannt und uns für unseren Einsatz gedankt und gelobt“, berichtet Naujeck.

Gerne wolle er mehr lokale Akteure ins Boot holen. „Warum soll ein Wurst-Grill aus Kopenhagen hierherkommen?“, fragt er. „Das können wir hier genauso gut.“

Thore Naujeck ist zuversichtlich, dass „Stella Polaris“ auch 2026 wieder auf dem Berg stattfinden kann. „Wir arbeiten wirklich alle daran“, sagt er.