Kultur und Freizeit

Skaterhalle in Pattburg droht das Aus

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Der Betrieb in der Skaterhalle am Lejrvejen in Pattburg ist bis auf Weiteres eingestellt (Archivfoto).

Zu wenige Freiwillige und eine schwierige finanzielle Ausgangslage: Der Streetsportverein „Street Sport Park Padborg“ hat den Mietvertrag für die Skaterhalle am Lejrvejen in Pattburg gekündigt. Die letzte Hoffnung auf ein Fortbestehen des Freizeitangebots ruht auf Unterstützung der Kommune Apenrade und allem voran von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Es hat nicht sollen sein: In der vor einigen Jahren in eine Skater- und Eventstätte umfunktionierten Lagerhalle am Lejrvejen in Pattburg ist vorerst kein Cruisen mit Rollern, BMX-Rädern oder Skateboards mehr möglich.

Der 2015 gegründete Betreiberverein „Streetsport Park Padborg“ (SSPP) hat entschieden, den Mietvertrag zu kündigen und den Betrieb in der Halle einzustellen.

Wie Patrick Weinkauf, Initiator und treibende Kraft des Streetsportangebotes, gegenüber dem „Nordschleswiger“ bestätigt, war ein zentraler Faktor ausschlaggebend: „Es ist schlichtweg nicht gelungen, genügend Helferinnen und Helfer für den Betrieb zu finden.“

Dieser Umstand habe für einen eingeschränkten Betrieb gesorgt, was wiederum zu geringeren Einnahmen führte. Der jetzige Vorstand sah sich daraufhin gezwungen, die Reißleine zu ziehen.

Nichts Vergleichbares in der Nähe

Für die Streetsportlerinnen und -sportler aus der Region, darunter auch so manche von südlich der Grenze, fällt die überdachte Skate-Möglichkeit in Pattburg erst einmal weg. Vergleichbares gibt es im Umkreis nicht, auch nicht auf deutscher Seite. Nutzerinnen und Nutzer müssten in den Raum Sonderburg (Sønderborg) ausweichen oder südlich der Grenze bis in den Hamburger Raum fahren, so Patrick Weinkauf.

Das endgültige Aus der Pattburger Skaterhalle ist allerdings noch nicht besiegelt. „Der Verein hat sich nicht aufgelöst, und wir haben uns an die Kommune sowie an die Politikerinnen und Politiker gewandt – mit der Hoffnung, dass von dort vielleicht noch einmal entscheidende Hilfe kommt“, sagt das Gründungsmitglied des Streetsport-Vereins.

Wir setzen darauf, dass der Ernst der Lage erkannt wird und Leuten bewusst wird, was für eine besondere Indoor-Freizeitaktivität wegzufallen droht.

Patrick Weinkauf

Signe Bekker Dihmann (Sozialdemokraten), Vorsitzende des kommunalen Kultur- und Freizeitausschusses, würde das Aus der Halle und des Streetsport-Vereins bedauern. Sie sehe aber kaum noch Möglichkeiten, wie die Kommune dem Verein aus der misslichen Lage heraushelfen kann. „Wir wissen um die Problematik und stehen mit den Verantwortlichen schon länger im Dialog. Der Streetsport-Verein ist mit anderen Vereinen gleichgestellt worden, und die Zuschussmöglichkeiten sind ausgeschöpft. Das Problem mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern können wir leider nicht lösen“, so die Ausschussvorsitzende.

Bangt um die Zukunft der Skaterhalle in Pattburg und des Streetsportvereins: Patrick Weinkauf (Archivfoto)

Das freiwillige Engagement bleibt der neuralgische Punkt. Darüber ist sich Patrick Weinkauf durchaus im Klaren. Er hat daher eine klare Botschaft: „Wir setzen darauf, dass der Ernst der Lage erkannt wird und Leuten bewusst wird, was für eine besondere Indoor-Freizeitaktivität wegzufallen droht. Wir hoffen daher, dass sich in letzter Minute Freiwillige finden werden, die den Verein und den Betrieb weiterführen“, so Patrick Weinkauf.

Es spiele dabei keine Rolle, wenn es auch Personen von südlich der Grenze sind, die kein Dänisch können. Jeder und jeder könne entscheidend beitragen, sagt Weinkauf.

Sollte sich die Ausgangslage sehr zum Positiven wenden, könne er sich durchaus vorstellen, sich weiter im und für den Verein zu engagieren.