Rudersport

Silber und Bronze für Magdalena bei Nordic Open

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Magdalena hat erst vor wenigen Jahren mit dem Rudern begonnen und holte bei den Nordic Open im Ergometerrudern eine Silber- und eine Bronzemedaille.

Die letzte Indoor-Regatta des Winters gestaltete sich recht erfolgreich für Teilnehmende vom Apenrader Ruderverein. Bejubelt wurden gleich zwei Medaillen – und zwar von einem Nachwuchstalent.

Magdalena vom Apenrader Ruderverein (ARV) holte in ihrem ersten Rennen bei den Nordic Open eine Bronzemedaille und sorgte mit Silber im Sprint fast für eine kleine Sensation. Nur eine Jugendliche von den Färöer Inseln war in der Altersklasse U13 schneller als das Mädchen aus Rothenkrug (Rødekro), das erst in Kürze ihren 12. Geburtstag feiert.

Die Nordic Open, eine Online-Regatta, brachte am Wochenende zahlreiche Ruderinnen und Ruderer verschiedener Altersklassen in Jels zusammen – darunter auch Mitglieder des Apenrader Rudervereins (ARV), die bei diesem sportlichen Wettstreit unter der Flagge von Nordslesvigs Roklub an den Start gingen.

Bei den Nordic Open konnten die Sportlerinnen und Sportler nicht nur an den Wettkämpfen teilnehmen, sondern auch in geselliger Runde beisammen sein und einander anfeuern. Besonders freuten sich die ARV-Mitglieder über das Wiedersehen mit zwei ehemaligen ARV-Mitgliedern, Eva Weitling und Fleming Mathiesen, die nun für Jels starten.

Der Nordslesvigsk Roklub (NRK) wurde im November 1981 gegründet und ist der 7. Verein im Nordschleswigschen Ruder-Verband (NRV). Durch die Gründung des NRK erhielten die Mitglieder des NRV die Möglichkeit, an dänischen Ruderwettbewerben teilzunehmen. Seit 1982 dürfen Ruderinnen und Ruderer auch an den dänischen Meisterschaften teilnehmen, was den Austausch und die sportliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Dänemark weiter gestärkt hat.
Der NRK spielt eine wichtige Rolle, um die Teilnahme an dänischen Veranstaltungen zu ermöglichen und somit die Verbindung zwischen den deutschen und dänischen Rudervereinen in der Region zu fördern.

Quelle: Nordschleswigscher Ruder-Verband

Starke Leistungen in verschiedenen Altersklassen

Die Online-Regatta „Nordic Open“ findet an vielen verschiedenen Standorten statt. Die Teilnehmenden kommen nicht nur aus den nordischen Ländern wie Dänemark, Norwegen, Finnland, Schweden und den Färöer Inseln, sondern auch in Deutschland und Ungarn, in der Schweiz, in den Niederlanden und den USA wurde kräftig an den Seilen der Ergometer gezogen. In Jels wurden zwischendurch auch regelrechte Siegerehrungen zelebriert. V. l.: Magdalena (ARV), Bent (Middelfart), Eva und Fleming (beide Jels), Kaj (Middelfart) sowie Anders (Jels)

Dank der guten Organisation von Jels Roklub war die technische Umsetzung der Online-Regatta bestens vorbereitet. Die Teilnehmenden mussten lediglich antreten und ihr Bestes geben.

Den Anfang machte Gerd Larsen über die 1.000-Meter-Distanz. In der Masters-Kategorie (Ü27) wurden mehrere Altersgruppen zusammengelegt, wobei ein Alters-Handicap berücksichtigt wurde. Trotz starker Konkurrenz reichte es für ihn nicht für eine Medaille. „Doch allein die Tatsache, dass Gerd mit 82 Jahren noch aktiv an Regatten teilnimmt, verdient große Anerkennung“, findet Maria Aas.

Eine knappe Stunde später war Magdalena an der Reihe. Sie trat in einem Zwei-Minuten-Rennen gegen Konkurrenten aus den Färöern, Deutschland und Dänemark an. Ihre konsequente Wintervorbereitung zahlte sich aus. Bei den Dänischen Meisterschaften vor wenigen Wochen war ihr Leistungsvermögen nach einer Krankheit beeinträchtigt. Diesmal konnte sie Vollgas geben. Ihr Lohn: die drittschnellste Zeit im ganzen Norden.

Während in Jels weitere Wettkämpfe ausgetragen wurden, konnten sich alle drei teilnehmenden Clubs über zahlreiche Medaillen freuen. Auch für den ARV war der Tag noch nicht zu Ende: Magdalena startete später noch im 100-Meter-Sprint.

Das A und O bei einer Online-Regatta ist die funktionierende Technik, und die hatte der Vorsitzende von Jels Roklub, Jan Noe, voll im Griff.

Hier hatte sie gezielt mit der wesentlich älteren Sina Brandt von der Germania Sonderburg (Sønderborg) trainiert, die heute dem Kraftcenter Aarhus angeschlossen ist. Auch Finn Hoppmann, ein starker Masters-Ruderer von der Germania, hatte bei der gemeinsamen Vorbereitung der beiden Rudertalente guten Input geben können. „Insbesondere der direkte Vergleich mit Sina förderte Magdalenas Entwicklung enorm“, ist ARV-Trainerin Maria Aas überzeugt.

Kurz vor dem Start erhielt Magdalena, die mit ihren knapp zwölf Jahren um einiges jünger ist als ihre Konkurrenz in der Altersklasse U13, eine letzte motivierende Nachricht: „Jetzt ruderst du an Sina vorbei!“ Und tatsächlich lieferte Magdalena ein beeindruckendes Rennen ab und belegte einen starken zweiten Platz.

Spannung auch in Apenrade

Magdalena war bereits stolz über ihre Bronzemedaille beim Zwei-Minuten-Rennen, später holte sie auch noch Silber im 100-Meter-Sprint.

Während des Rennens wurde in Apenrade fleißig mitgefiebert. „Viele verfolgten die Regatta über den Online-Stream und reagierten begeistert in WhatsApp-Gruppen, per SMS und über Facebook“, erzählt Trainerin Maria Aas.

Nach einem langen Wettkampftag machten sich die erschöpften, aber zufriedenen ARV-Ruderer auf den Heimweg. In der Stille des Autos klang der ereignisreiche Tag noch nach – ein Tag voller sportlicher Herausforderungen, gemeinsamer Erlebnisse und großartiger Gemeinschaft über die Vereinsgrenzen hinweg.

Mit der letzten Indoor-Regatta der Saison neigt sich die Winterzeit dem Ende zu, und die Vorfreude auf das Anrudern sowie das Training auf dem Wasser wächst.

Und eines steht schon fest: Die beiden errungenen Medaillen werden am Mittwoch beim Training mit den anderen jungen Sportlerinnen und Sportlern gebührend gefeiert!