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Silber-Coup beim Klintløbet: ARV-Ruderin überzeugt trotz fehlender Bootserfahrung

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Maria Aas (2. v. l.) bei der Siegerehrung zusammen mit ihrer Mitruderin Anne Haase (l.) und Mitruderer Søren Andersen (3. v. l.)

Maria Aas ist für den Apenrader Ruderverein bei einem Ruderwettbewerb an den Start gegangen. Obwohl sie mit einer fremden Ruderin und einem fremden Ruderer ins Boot stieg, schaffte das Trio es aufs Treppchen.

Beim traditionsreichen Ruderwettbewerb „Klintløbet“ – der Lauf führt vom Rødviger Hafen entlang dem bekannten „Stevns Klint und zurück – hat ein ungewöhnlich zusammengestelltes Team aus Ruderern des Apenrader Rudervereines (ARV), des Marstal Roklub und des Svendborg Roklub für eine Überraschung gesorgt. Obwohl sie zuvor weder gemeinsam noch in dem eingesetzten Bootstyp – einem Zweier-Inrigger – trainiert hatten, holten sie über die Distanz von 12,5 Kilometern die Silbermedaille.

Eine gemeinsame Testrunde vor dem Wettkampf

Das Trio, bestehend aus Maria Aas, die zwar beim ARV rudert, jedoch für den Nordschleswigschen Ruderverband (NRV) antrat, Anne Haase (Marstal) und Søren Andersen (Svendborg), hatte lediglich eine einzige Trainingseinheit am Vortag absolviert. Auf einer 17-Kilometer-Testrunde wurden Bootseinstellungen, Wechsel und Taktik abgestimmt – mehr Zeit zur Vorbereitung gab es nicht.

Von hinten das Feld aufgeräumt

„Am Wettkampftag startete unser Team als letztes von insgesamt elf Booten in der Kategorie. Dank der versetzten Startzeiten ergab sich eine spannende Verfolgungsjagd“, berichtet Maria Aas. Bereits vor der ersten Boje konnte das erste Boot überholt werden. „In den folgenden Kilometern gelang es uns, Boot für Boot einzuholen und zu überholen“, so die ARV-Ruderin.

Am Ende hatten nur noch zwei junge Männer aus dem Kraftcenter Holstebro, unterstützt von einem extrem starken Ruderer – laut Rangliste der zweitbeste seiner Altersklasse weltweit am Ergometer – die Nase vorn.

In der Handicap-Wertung, die Alter und Geschlecht berücksichtigt, blieb das Trio dennoch knapp hinter den Holstebro-Ruderern, sicherte sich aber souverän den zweiten Platz. Die reine Rennzeit betrug 1:22:17 Stunden, die berechnete Zeit 1:13:39.

Die Medaille für den Einsatz

Neben der Silbermedaille gab es für die Sportlerinnen und Sportler auch ein Stück Regionaltradition: Alle erhielten jeweils eine lokal gebraute Spezialität, die in geselliger Runde im ARV genossen werden soll, wie Maria Aas berichtet.