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Schul- und Kindergartenverein Hadersleben: Vorstand verkleinert und erneuert sich

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Die Versammlung wählte Jørgen Lykkehus, Henrik Skov und Jörg Buschdorf (v.l.n.r.) in den Vorstand.

Obwohl noch gar nicht so viel Zeit seit der jüngsten Generalversammlung vergangen war, gab es am Mittwochabend für die Teilnehmenden einiges zu tun.

„Es ist gar nicht so lang her, dass ich euch zur Generalversammlung begrüßt habe“, sagte die Vorsitzende des Schul- und Kindergartenvereins für Hadersleben und Umgebung, Ilse Schneider. Die jüngste Sitzung war gerade einmal vor einem halben Jahr abgehalten worden. Eine Satzungsänderung machte das dauerhafte Verschieben in den Frühling möglich. Grund der Änderung: Das Schuljahr endet im 2. Quartal; der Vorstand beschloss, den Termin zu verschieben.

Ilse Schneider gab bekannt, dass sie den Vorsitz nun abgeben wolle. Auch zwei weitere Vorstandsmitglieder mussten am Mittwoch gefunden werden, denn auch Kira Schade und Lars Clausen hören auf.

Vorstandswahlen

Zur Wahl stellten sich Jörg Buschdorf, Henrik Skov und Jørgen Lykkehus, die von der Versammlung gewählt wurden. Alle drei haben Kinder auf der Schule. Cindy Schmidt, die nicht anwesend war, aber vorab ihre Bereitschaft signalisiert hatte, wurde ebenfalls gewählt, sie nahm die Wahl später an. Drei Amtszeiten dauern bis 2029, eine bis 2027.

Henrik Holzapfel hatte sich im Vorfeld bereit erklärt, weiterhin als Suppleant tätig zu sein. Die Versammlung beschloss, dass der notwendige zweite Suppleant, beziehungsweise die notwendige zweite Suppleantin, dann vom neuen Vorstand gesucht wird.

Neben der Wahl des Vorstands gab es auch den Wunsch nach Satzungsänderungen, die Zuspruch fanden und beschlossen wurden. Der Vorstand wird nunmehr aus sechs und nicht mehr aus acht Personen bestehen. Der Posten der Kassiererin oder des Kassierers (und des Ersatzes) fällt weg. Um die Zahlen, so die Begründung, kümmere sich von vornherein der Deutsche Schul- und Sprachverein (DSSV). Die Vereinsbeiträge bleiben so, wie sie sind.

Die scheidende Vorsitzende Ilse Schneider erhielt zum Abschied ein Geschenk aus den Händen der Schulleiterin Heike Henn-Winkels.

Henn-Winkels: Schule geht es gut

Auf verschiedene Kennzahlen ging Schulleiterin Heike Henn-Winkels in ihrem Bericht ein. Die Schülerzahlen seien stabil, es gebe nur einen leichten Abwärtstrend. „Unserer Schule geht es gut“, stellte sie fest. Derzeit lernen an der Schule 197 Schülerinnen und Schüler.

Sie begründete den leichten Abwärtstrend mit dem Rückgang der Zahl der Zugezogenen. Dies sei erwartbar gewesen, so Henn-Winkels. Sie verwies auf die Berichterstattung des „Nordschleswigers“ zum Deutschen Schul- und Sprachverein, in der die finanzielle Schieflage des DSSV thematisiert wird. Als Folge davon oblag es der DSH, sich solidarisch zu zeigen und eine Stelle einzusparen. Dies sei durch freiwillige Stundenreduzierung von Mitarbeitenden gelungen, so die Schulleiterin.

Sie drückte ihr Bedauern darüber aus, dass es im kommenden Schuljahr keine 10. Klasse mehr geben wird, zeigte sich aber optimistisch für das Jahr darauf. Sie verwies auf einen Regierungsbeschluss, demzufolge es ab 2030 keine 10. Klassen mehr geben wird. Allerdings sei noch nicht klar, was mit den Privatschulen sei.

Was den Unterricht betrifft, freut sich die Schulleiterin über einen niedrigen Krankenstand von unter 5 Prozent, was ihrer Ansicht nach zeigt, dass die Arbeitsbedingungen stimmen. Sie verwies jedoch auch darauf, dass der Betreuungsbedarf an der Schule steigt, da es ihren Worten nach immer mehr Kinder mit Auffälligkeiten gibt. Das Budget der Schule sei durch die Lohnerhöhungen belastet worden, Auswirkungen habe dies aber, so Henn-Winkels gegenüber dem „Nordschleswiger“, auf die Schule nicht.