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Rapstedter Sport-Ikone wird 60

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Jonni Jensen feiert am 19. März runden Geburtstag.

Über Jahrzehnte ist Jonni Jensen eine treibende Kraft im Sportverein JRO gewesen, hat das traditionsreiche Pfingstturnier eine gefühlte Ewigkeit mitorganisiert und der Sportszene auch als Trainer seinen Stempel aufgedrückt. Am 19. März vollendet der Rapstedter sein 60. Lebensjahr.

Sein Name und seine Person sind mit Rapstedt und dem ehemaligen Sportverein JRO (Jugendbund Rapstedt Osterhoist) eng verknüpft. Jonni Jensen ist ein Urgestein, das sich auf vielen Ebenen in der Vereins- und Sportszene engagiert hat. Am 19. März wird der einstige Handballtorhüter 60 Jahre alt.

Nicht nur das Handballspielen sollte beim ehemaligen Schüler der deutschen Schulen Rapstedt und Tingleff (Tinglev) eine zentrale Rolle einnehmen. Auch dem Fußball galt das Interesse des Jubilars, sowohl als Aktiver als auch als Trainer.

„Beim Fußball bin ich irgendwie reingerutscht. Eigentlich ist Handball mein Steckenpferd“, erzählt der bald 60-Jährige in seinem Haus im Margretetoft in Rapstedt, nur einen Steinwurf vom örtlichen Sportcenter mit Freibad entfernt.

Treuer Unterstützer des Pfingstturniers

Jonni Jensen, der mit zwei Brüdern aufwuchs, mischte engagiert im JRO und beim Fußball auch im dänischen Nachbarklub RUI mit. Der Rapstedter gehört zudem der Planungsgruppe des Handball-Pfingstturniers an, das nach der Auflösung des JRO über einen neu gegründeten Freundeskreis noch immer veranstaltet wird. „Ich bin nicht mehr offiziell im Vorstand, helfe aber gern. Ich regele das Beachhandball-Turnier“, erwähnt Jonni Jensen.

Eine treibende Kraft auf und neben dem Spielfeld war der Jubilar darüber hinaus bei der damaligen Spielgemeinschaft SG TOR – einer Kooperation aus Tingleff und Rapstedt/Osterhoist (Østerhøjst).

Jonni Jensen (hinten) in seinem Element: Schiedsrichter beim Beachhandball zum Pfingstturnier in Rapstedt (Archivfoto).
Planungstreffen: Jonni Jensen (am Tischende) engagiert sich seit vielen Jahrzehnten für das Pfingstturnier (Archivfoto).

Beruflich kürzertreten

Jonni Jensen ist beruflich in der Schlachterbranche tätig und arbeitet seit vielen Jahren für das Unternehmen Danish Crown in Husum, wo er eine leitende Stelle hat. Dass er die deutsche Sprache beherrscht, ist ihm stets zugutegekommen.

„Es war nicht der ausschlaggebende Punkt, dass ich dort eingesetzt wurde. Auch meine Qualifikationen spielten eine Rolle. Deutsch zu können, machte den Wechsel aber leichter“, so Jensen, der in einer Abteilung mit 140 Beschäftigten verantwortlich ist.

Beruflich lässt er es mittlerweile ruhiger angehen und ist dabei, Stunden zu reduzieren.

„Ich habe viele Jahre Arbeitstage von bis zu 14 Stunden gehabt. Das will ich hinter mir lassen. Früher bin ich oft direkt von der Arbeit zum Training gefahren. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mehr Zeit mit der gesamten Familie hätte verbringen sollen“, so Jensen.

Jonni Jensen ist mit Ehefrau Dorthe 1997 von der Hauptstraße in ein Haus am Margretetoft gezogen.

Mit bald 60 Jahren wolle er einfach mehr Zeit neben dem Beruf haben und den Schwerpunkt verstärkt auf das Freizeit- und Privatleben richten. „So ist das nun einmal im Alter“, sagt Jensen und lacht. Der Jubilar ist für sein ruhiges und gelassenes Wesen bekannt, das manch hektische oder aufbrausende Art anderer zu entschärfen weiß.

Rapstedt die Treue halten

Verheiratet ist Jonni mit Dorthe, einer geborenen Frisk aus Haustedt (Havsted). Sie wohnen seit eh und je in ihrem Heimatort Rapstedt und sind dort respektierte Mitbürgerin und Mitbürger. Jonni Jensen war früher im Planungsausschuss des Dorffestes und ist nach wie vor ein treuer Helfer.

In seiner Freizeit ist Jonni Jensen bemüht, sich in Bewegung zu halten. Auf den Spielfeldern ist er nicht mehr anzutreffen, dafür aber beim Spazierengehen oder Fahrradfahren – und natürlich als Helfer, Planer und Zuschauer beim Pfingstturnier.
„Ich bin in einer Fahrradgruppe, die sich dienstags trifft und Touren macht. Die Gruppe besteht aus einer Rennrad-Fraktion und aus einer E-Rad-Fraktion“, erzählt Jonni Jensen, der selbst der E-Bike-Gruppe angehört. „In meinem Alter ist es legitim, ein Fahrrad mit Unterstützung zu haben“, bemerkt er und lacht wieder.

Ich habe viele Jahre Arbeitstage von bis zu 14 Stunden gehabt. Das will ich hinter mir lassen.

Jonni Jensen

Der Mann mit der Mütze

Mit Gattin Dorthe hält der Jubilar engen Kontakt zum Freundes- und Bekanntenkreis in Rapstedt und Umgebung. „Eine Freundesgruppe unternimmt Ausflüge, darunter zu Weihnachtsmärkten in großen Städten. Wir nennen uns die Mützengruppe, weil ich beim Weihnachtsmarkt in Hamburg mal eine Mütze aufhatte, an der sich unsere Leute orientieren konnten. Seither laufe ich bei Ausflügen immer mit einer Mütze herum und bin das Erkennungsmerkmal“, so Jonni Jensen schmunzelnd.

In der Ehe wuchsen zwei Kinder auf. Tochter Johanne wohnt mit ihrem Lebensgefährten Christian in Aarhus. Sie hat Kommunikationswissenschaft studiert und ist zurzeit mit einem weiterführenden Studiengang beschäftigt. Sohn Magnus hat das sportliche Interesse des Vaters geerbt. Magnus hatte es beim Handball in die höchsten Spielklassen des Landes geschafft.

Rapstedt ist Heimat- und Wohnort von Jonni Jensen und wird es voraussichtlich bleiben.

Obwohl er seine aktive Laufbahn aufgrund einer Verletzung früh beenden musste, hat Magnus den Sport zum Beruf gemacht. Er ist hauptamtlich als Talententwickler bei der SG Flensburg-Handewitt angestellt und Cheftrainer beim Kooperationspartner DHK (Dansk Håndbold Klub). Er wohnt mit Ehefrau Cathrine in Tingleff (Tinglev).

Gemeinsame Leidenschaft

„Ich verfolge natürlich mit, wie es ihm in Flensburg geht und schaue mir auch DHK-Handballspiele an. Es ist ja immer unsere gemeinsame Leidenschaft gewesen“, sagt Jonni Jensen, der seinen Sohn früher nicht nur zu Spielen und Turnieren begleitet hat. Der Papa war auch Trainer seines Zöglings. „Es ist nicht immer gut, wenn Eltern ihre Kinder trainieren. Es hat zum Glück einigermaßen funktioniert“, erzählt Coach und Papa Jonni.

Mit Tochter Johanne kam er nicht in einen Trainerkonflikt. „Sie war eher im Turnen und in der Gymnastik unterwegs. Das ist nun überhaupt nicht mein Ding“, sagt Jonni Jensen und kann sich angesichts der eingeräumten Turn-Defizite ein Lachen erneut nicht verkneifen.

Die Familiengalerie mit Kindern und Schwiegerkindern

Der runde Geburtstag wird am Wochenende mit Familie, Freundes- und Bekanntenkreis natürlich im Heimatort nachgefeiert. Die Geburtstagsparty von Lokalmatador Jonni steigt im örtlichen Versammlungshof.