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Noch immer als Busfahrer im Einsatz: Agge wird 70

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Agge Hansen liebt den Busfahrerjob und wird auch mit 70 Jahren hin und wieder Gäste chauffieren (Archivfoto).

Es ist als Busfahrer bekannt wie ein bunter Hund und sitzt auch als Ruheständler nach wie vor hinter dem Lenkrad: Albert „Agge“ Hansen aus Tingleff feiert 70. Geburtstag.

Er könne es sich nicht vorstellen, mit dem Eintritt ins Rentenalter als Busfahrer aufzuhören, hatte Albert Hansen aus Tingleff dem „Nordschleswiger“ gesagt, als er 2018 sein 40-jähriges Dienstjubiläum feierte. Als Aushilfsfahrer einzuspringen, das wäre eher das Ziel, so seine Worte.

Dieser Linie ist „Agge“, so der geläufige Spitzname, treu geblieben. Am 24. April vollendet der weit über die Grenzen Tingleffs hinaus bekannte Busfahrer sein 70. Lebensjahr, und man trifft ihn Gäste chauffierend nach wie vor auf nordschleswigschen Straßen.

Agge springt beim Unternehmen Aggerskov Turistfart immer mal wieder als Fahrer ein. „Ich kann einfach nicht ohne. So 50 bis 70 Stunden im Monat bin ich im Einsatz“, sagt der bald 70-Jährige.

Mittlerweile nur noch Kurzstrecken

Nach 35 Jahren als Busfahrer für das damalige Unternehmen Bastrup Rejser wechselte Albert Hansen zum Betrieb Sønderjyske Turistfart, der später von Aggerskov Turistfart übernommen wurde.

Früher hatte Agge mit Vorliebe auch weite Touren gemacht und die Funktion des Reiseplaners – und oft auch des Reiseführers – übernommen. „Das mache ich nur noch in Ausnahmefällen. Dafür werden in der Regel die Festangestellten eingesetzt“, erzählt der ehemalige Schüler der deutschen Schulen in Buhrkall (Burkal) und Tingleff (Tinglev).

Agge Hansen war zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum in der Lokalredaktion Tingleff zu Gast und erzählte, wie er zum Busfahrerjob gekommen ist. Der Artikel ist im elektronischen Archiv des „Nordschleswigers“ unter dem Datum 1. März 2023 zu finden.

Schrauben in der eigenen Werkstatt

Die Fahrerkabine im Bus ist das zweite Zuhause von Albert „Agge" Hansen (Archivfoto).

Seine große Leidenschaft sind nach wie vor Oldtimer und motorisierte Zweiräder. Er fährt damit nicht nur gern herum, sondern bastelt auch daran. „Immer wenn ich in der Werkstatt Aufgaben erledigt habe und gerade nichts ansteht, werde ich unruhig. Da kommt der Aushilfsjob als Busfahrer gerade recht“, sagt Agge.

Als in der Corona-Zeit vieles zum Erliegen kam und die Tage besonders lang wurden, widmete sich Agge Mopeds der Marke Puch Maxi. „Das sind kultige Mofas, die relativ leicht zu reparieren und instand zu setzen sind. Ich habe mir während der Pandemie etliche alte Exemplare besorgt, wieder flott gemacht und sie dann verkauft. Das ist ein schöner Zeitvertreib“, so Agge Hansen.

Nicht nur Busse, auch Oldtimer haben es Agge Hansen angetan, wie im „Nordschleswiger“ am 17. September 2005 zu lesen war.

Die Werkstattarbeit wird in den kommenden Tagen erst einmal ruhen. An seinem Geburtstag lädt Agge zum „åbent hus“ (offenes Haus) ein, und im Saxburger Krug folgt wenig später die große Geburtagssause mit Angehörigen, Freunden und Bekannten.

Sind die Feierlichkeiten überstanden, kann es mit dem Schrauben in der Werkstatt und dem Busfahren weitergehen – auch mit 70!