Deutsche Minderheit

Neue Tartanbahn: Sanierungsprojekt an der deutschen Sporthalle läuft an

Veröffentlicht Geändert
Erwin Andresen (l.) und Kurt Asmussen auf der Anlage der deutschen Sporthalle Tingleff. Die beiden Politiker der Schleswigschen Partei haben sich für eine Erneuerung der Tartanbahn eingesetzt.

Die SP-Politiker Erwin Andresen und Kurt Asmussen hatten sich erfolgreich um eine kommunale Förderung bemüht: Der Bau einer neuen Tartanbahn an der Sporthalle Tingleff ist eingeleitet. Von der Sanierung verspricht sich nicht zuletzt der Vorsitzende des Trägervereins einiges.

Ein lang gehegter Wunsch verschiedener Einrichtungen, Verbände und des Sportvereins Tingleff geht in Erfüllung. Die in die Jahre gekommene alte Tartanbahn an der deutschen Sporthalle Tingleff wird erneuert. Die Vorarbeiten haben begonnen.

Nicht nur die Laufbahn mit neuem Untergrund

Blau wird der neue Belag, berichtet Hans Holm junior, Vorsitzender des Sport- und Kulturzentrums, so der offizielle Name der Sporthalle. Auch die Mehrzweckbahn mit Bande, der Anlauf zur Sprunggrube und andere Bereiche der Anlage bekommen einen neuen Untergrund.

„Es wird mega gut aussehen und das Sport- und Kulturzentrum aufwerten“, ist sich Hans Holm sicher. Der Trägervereinsvorsitzende freut sich, dass es mit der dringend erforderlichen Erneuerung der maroden Bahn klappt.

Bei der Finanzierung kann der Trägerverein auf kommunale Unterstützung setzen. Im vergangenen Jahr wurden im Haushalt 990.000 Kronen für den Austausch der Laufbahn angesetzt. Die beiden Stadtratsvertreter der Schleswigschen Partei (SP), Erwin Andresen und Kurt Asmussen, hatten sich für eine finanzielle Unterstützung durch die Kommune eingesetzt.

Zusätzliche Mittel erhalten

Start frei für die Erneuerung: die beiden SP-Stadtratspolitiker Erwin Andresen (l.) und Kurt Asmussen auf der Tartanbahn an der deutschen Sporthalle in Tingleff

Hinzugekommen sind noch einmal 150.000 Kronen aus dem Fördertopf „Grøn Ordning“, der beim Bau von regenerativen Energieanlagen Zuschüsse an gemeinnützige Projekte in der näheren Umgebung ausschüttet.

„Die Sportanlage steht nicht nur Einrichtungen und Vereinen der deutschen Minderheit zur Verfügung. Auch andere wie die dänische Schule in Tingleff und der dänische Sportverein können die Tartanbahn und den Sportplatz nutzen“, erläutert Erwin Andresen bei einem Zusammentreffen auf dem Gelände vor der Halle.

Wie andere Sportstätten in der Kommune seien die Tingleffer Sporthalle und das Gelände über die Plattform „Conventius“ zu buchen, so der SP-Politiker, der viele Jahre selbst Vorsitzender des Sport- und Kulturzentrums war.

Etwa 1,6 Millionen Kronen wird die Erneuerung kosten, weiß Bernd Søndergaard, Hauptgeschäftsführer des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN).

Søndergaard, selbst aus Tingleff und in jungen Jahren eifriger Nutzer der Sporthalle und dessen Gelände, hat dem Trägerverein beim Tartanprojekt eng zur Seite gestanden und sich unter anderem um externe Gelder bemüht.

„Je nach Wetterlage wird der neue Belag in den kommenden Tagen verlegt“, so der Geschäftsführer. Nutzende und Beobachtende können sich auf ein blau-gelbes Wunder freuen. Søndergaard: „Die blaue Bahn bekommt gelbe Streifen.“

Neues Mekka für Sport und Spiel

Wie Hans Holm ist auch Bernd Søndergaard davon überzeugt, dass das Modernisierungsprojekt ein großes Plus für die Sporthalle wird. Für sportliche Veranstaltungen böte sich die neue Anlage nicht nur für deutsche Vereine und Einrichtungen an, sagt auch Søndergaard. Zugänglich soll die Bahn zudem für Freizeitsportler sein, die auf dem neuen Geläuf einige Runden drehen oder sich anderweitig bewegen wollen.

„Es ist in der heutigen Zeit viel von Bewegungsmangel in der Gesellschaft die Rede. Wenn die neue Bahn dazu beitragen kann, dass ältere und auch jüngere Menschen zur Anlage kommen und sich fit halten, ist das doch nur zu begrüßen“, so Søndergaard.

Als Hauptgeschäftsführer und Tingleffer liebäugelt Bernd Søndergaard damit, dass die Sporthalle mit der neuen Tartanbahn und dem vor einiger Zeit erneuerten Rasen ein gefragter Dreh- und Angelpunkt für Veranstaltungen wird. „Dort könnten künftig zum Beispiel auch die Bestenwettkämpfe der deutschen Schule stattfinden“, sagt Søndergaard.

Haben für die Erneuerung der Tartanbahn in Tingleff wichtige Impulse gesetzt: Kurt Asmussen (l.) und Erwin Andresen.

Der BDN trägt mit 250.000 Kronen zum Neubau bei. Dass neben dem kommunalen Zuschuss noch einmal 150.000 Kronen aus „Grøn Ordning“ dazugekommen sind, sei erfreulich, „denn es entlastet den Trägerverein, der sonst mehr Geld hätte aufnehmen müssen“, so der Finanzexperte.