Stadtgestaltung

Neue Häuser hinter einstiger Bücherei: Kløften Park wächst

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Die beiden Häuser am Aastruper Weg werden zurzeit saniert.

Hinter dem Haus der ehemaligen Deutschen Bücherei Hadersleben am Aastruper Weg entsteht Neues: Das Kommunalparlament hat den Weg für ein Bauprojekt geebnet, das zwei moderne Punkthäuser auf dem rückwärtigen Gelände vorsieht. Die Entscheidung fiel nach intensiven Debatten und mehreren Ausnahmegenehmigungen.

Nach vielen Wortmeldungen hat das Haderslebener Kommunalparlament vier von fünf beantragten Ausnahmegenehmigungen für das Bauprojekt am Aastrupvej 9 und 11 erteilt. Die Entscheidung fiel mehrheitlich und parteiübergreifend, nachdem eine Mehrheit im Technik- und Klimaausschuss das Vorhaben zunächst abgelehnt hatte.

Historische Gebäude werden saniert

Als Teil des Projekts hatte Bauherr Torben Arevad das denkmalgeschützte Haus am Aastrupvej 9, das früher die Deutsche Bücherei Hadersleben beherbergte, sowie das benachbarte Gebäude erworben. Beide Häuser aus den Jahren 1910 bzw. 1900 lässt er zurzeit umfassend renovieren und zu Wohnungen umbauen. Die Häuser sind überdies vom bewahrenden Bebauungsplan für den Aastruper Weg umfasst.

Punkthäuser hinter einstiger Bücherei

Das Haus neben der ehemaligen Bücherei wurde bereits umgebaut und saniert.

Arevad plant überdies, hinter den beiden Häusern zwei Punkthäuser mit je sechs Wohnungen zu errichten, ähnlich den bestehenden 30 Eigentumswohnungen in seiner Wohnanlage „Kløften Park“.

Mehrheitlich erteilte das Kommunalparlament die Erlaubnis, dass die Zahl der Etagen von 2,5 auf 3 erhöht werden darf – und gab auch für eine leichte Anhebung der Bebauungsdichte grünes Licht. Lediglich Arevads Antrag für eine zusätzliche Zufahrt vom Gammelting erteilte das Kommunalparlament eine – wenngleich knappe – Absage.

Keine Mehrheit im Ausschuss

Im Ausschuss für Technik & Klima hatte eine Mehrheit die fünf vom Bauherrn beantragten Ausnahmegenehmigungen zunächst abgelehnt. Daraufhin hatten zwei Befürworter, der Ausschussvorsitzende Carsten Leth Schmidt von der Schleswigschen Partei (SP) und Benny Bonde, Liberale Allianz, die Angelegenheit zur Behandlung ins Kommunalparlament überstellt.

SP zweifelt an Gelingen von Baumverpflanzung

Die Esskastanie im Garten der früheren deutschen Bücherei soll nach einer Idee des Bauherrn verpflanzt werden. Nach Auffassung von Carsten Leth Schmidt dürfte dem Vorhaben kein Erfolg beschieden sein.

Was bleibt, ist die Echte Kastanie im Garten der ehemaligen Bücherei. Sie ist im Hinblick auf das Bauvorhaben im wahrsten Sinne des Wortes im Weg. Der Bauherr hatte daher eine Baumtransplantation in Erwägung gezogen. „Aber das“, sagte Leth Schmidt während der Ratssitzung, „wird sich wohl nicht umsetzen lassen.“