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Musikfestival als Türöffner: Knivsberg gewinnt mehr Sichtbarkeit

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Die Bühne mit der Gjenner Bucht im Hintergrund

Das Musikfestival „Stella Polaris“ war zu Gast auf dem Knivsberg. Wie erhofft, war die große Überzahl der Gäste aus der dänischen Mehrheitsbevölkerung. Jetzt muss sich zeigen, ob es auf dem Berg auch in Zukunft mehr dänische Gäste geben wird.

„Wir öffnen uns neuen Zielgruppen“, sagt Thore Naujeck. Der Leiter des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig (DJN), der auch für den Betrieb der Bildungsstätte Knivsberg zuständig ist, zeigt sich nach dem Musikfestival „Stella Polaris“ sehr zufrieden.

Das dänische Elektro-Musik-Event war zum ersten Mal in der Apenrader Kommune zu Gast und der Knivsberg, mit tiefen geschichtlichen Wurzeln in der deutschen Minderheit, wurde als Veranstaltungsort ausgesucht.

Mehrheit auf den „Berg“ holen

Naujeck wollte mehr für den Berg herausholen, wie er vor dem Festival ankündigte. „Stella Polaris“ könnte eine Brücke zur Mehrheitsbevölkerung sein, für die der Knivsberg mit seiner Geschichte bisher ein Ort ist, der selten von Däninnen und Dänen besucht wird – auch wenn dort unter anderem inzwischen Führungen in dänischer Sprache angeboten werden.

Ziel erreicht: mehr Däninnen und Dänen als Gäste

Die Veranstaltung sollte neuen Gruppen den Weg auf den Knivsberg und die Möglichkeiten dort aufzeigen. Und das sei gelungen, ist sich Thore Naujeck sicher. „Es waren etwa 90 Prozent aus der Mehrheitsbevölkerung da“, schätzt er. Bei ebenfalls geschätzten 1.000 bis 1.200 Gästen waren das viele neue Besuchende – „die hoffentlich wiederkommen, um den Knivsberg weiter zu entdecken“, wünscht sich der Knivsbergleiter.

Unter anderem war Peter Autzen zu Gast. Der Leiter der „Sønderjyllandshallen“ in Apenrade zeigt sich begeistert von dem Musikevent – und vom Veranstaltungsort. „Eine tolle Umgebung, besonders für so ein Festival“, findet der Veranstaltungsprofi aus Apenrade.

Eine Gruppe Pfadfinder aus Rothenkrug (Rødekro) war von „Aabenraa Live“ rekrutiert worden, um Müll zu sammeln. „Auch mit ihnen hatten wir eine neue Zielgruppe hier, die den Knivsberg in Zukunft nutzen könnte“, sagt der Leiter des Jugendverbandes.

Mit Flyern, den Info-Tafeln und weiteren Schildern hatte das Knivsberg-Team außerdem auf den Ort und die Möglichkeiten aufmerksam gemacht.

Wiederholung erwünscht

Thore Naujeck würde „Stella Polaris“ gerne im kommenden Jahr wieder auf dem Berg begrüßen. Im Laufe dieser Woche treffen sich Naujeck und Vertretende des Veranstalters „Aabenraa Live“ und Konzeptentwicklers „Stella Polaris“, um das Event zu bewerten.

„Ich könnte mir vorstellen, dass wir dann noch mehr lokale Anbieter mit ins Boot holen“, hat Thore Naujeck schon erste Ideen. Ob das Festival auch 2026 wieder auf den Knivsberg kommen wird, hängt allerdings vor allem von „Aabenraa Live“ ab, denn die finanzieren das Ganze.

Zwar war der kommissarische „Aabenraa Live“-Leiter Mikkel Hein im Vorfeld begeistert von der Bildungsstätte und dem Gelände, doch werden erste Weichen bei dem Treffen in dieser Woche gestellt.