Deutsche Minderheit

Musik zum multilingualen Mitsingen und Mitschunkeln

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Martin Hørløck hatte für sein Publikum Evergreens und bekannte Schlager ausgesucht.

Die Mitglieder des Mittwochstreffs und des Donnerstagsclubs bewiesen Textfestigkeit auf Deutsch, Englisch, „Synnejysk“ und Plattdeutsch. Martin Hørløck schlüpfte gekonnt in die Rollen von Frank Sinatra, Udo Jürgens und Co.

Der Auftakt für den musikalischen Nachmittag im Haus Nordschleswig war zwar etwas hektisch, aber gleichzeitig auch ein schöner Beleg für den Zusammenhalt in der „Familie Minderheit“.

Weil gleich mehrere Mitarbeitende der Hausmeisterei krank geworden waren, mussten in aller Eile noch Tische arrangiert, geschmückt und gedeckt werden. „Wir sind so dankbar für die tolle Hilfsbereitschaft im Haus. Alle packten mit an und so konnten wir unseren Gästen rechtzeitig einen faschinggeschmückten Raum mit bunten Tischtüchern, belegten Bollern, Wein, Kaffee und Schokolade präsentieren“, ist Irmgard Hänel noch Tage nach der Veranstaltung fasziniert von dem spontanen Entgegenkommen vieler guter Seelen des Hauses. Sie ist die Vorsitzende des Rothenkruger Donnerstagsclubs, der in Zusammenarbeit mit dem Apenrader Mittwochstreff zu dem musikalischen Nachmittag ins Haus Nordschleswig mit Martin Musik eingeladen hatte.

Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich Martin Hørløck. Der junge Mann hat bereits einige musikalische Nachmittage der Vereine gestaltet und ist auch schon für das kommende Jahr gebucht, wie Irmgard Hänel verrät.

Der Saal im Haus Nordschleswig war gut gefüllt.

Maßgeschneidertes Musikprogramm

Er ist nicht nur ein guter Musiker und Sänger, sondern versteht es auch, seine Musikauswahl auf sein Publikum maßzuschneidern. So schlüpfte er mal in die Rolle von „Mr. Blue Eyes“, Frank Sinatra, um wenige Minuten später Lieder von Udo Jürgens, Peter Maffay oder Michael Holm zu interpretieren.

Das Publikum schunkelte und sang kräftig mit. So wurden nicht lügende Tränen, sieben Brücken und griechischer Wein besungen. Martin Hørløck überraschte die Mitglieder der beiden Seniorenvereine aber auch mit einer relativ unbekannten Version des Beatles-Klassikers „Let it be“. Auf „Synnejysk“ heißt der Refrain ganz einfach „La‘ no ve’“. Als ob Lieder in drei Sprachen nicht schon toll genug gewesen wären. Nein, Martin Musik setzte mit einer plattdeutschen Weise noch einen Trumpf drauf. – Das ebenfalls mehrsprachige Publikum zog da gerne mit.

Den faschinggerechten Tischschmuck hatte eine Großmutter mit ihren Enkelkindern für den musikalischen Nachmittag der Sozialdienstvereine gebastelt.

Während Irmgard Hänel die Begrüßung übernommen hatte, war die Vorsitzende des Apenrader Mittwochstreffs, Heidi Ullrich, für die Verabschiedung verantwortlich. Bevor sie allen eine gute Heimfahrt wünschte, wies sie auf die nächsten Veranstaltungen der beiden Vereine hin. Der Mittwochstreff spielt am 12. März im Haus Nordschleswig ab 15 Uhr Lotto, während der Donnerstagsclub seine Mitglieder und andere Interessierte für den 13. März im Klubraum der Deutschen Schule Rothenkrug zu einem Vortrag mit dem pensionierten Arzt Hans Gert Jakobsen einlädt. Beginn ist um 14.30 Uhr. Jakobsen wird sich mit den Krankheiten im Alter beschäftigen.