Deutscher Schul- und Sprachverein

Mojn Anke! Minderheit verabschiedet die Schulrätin mit Brille im Haar

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Anke Tästensen: 2018 bis 2024 Schulrätin des DSSV

Nach sechs Jahren im Amt hat sich DSSV-Schulrätin Anke Tästensen in den Ruhestand verabschiedet. Der Empfang ihr zu Ehren war Ausdruck von großem Ansehen, Respekt und ihrer Beliebtheit.

Rappelvoll ist das Foyer im Haus Nordschleswig am Donnerstagvormittag. Viele Freundinnen, Freunde und Wegbegleitende aus Nordschleswig, Dänemark und Schleswig-Holstein sind gekommen, um mit Anke Tästensen zu feiern, bevor sie offiziell aus ihrem Amt als Schulrätin des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) entlassen wird.

Warme Worte, herzliche Umarmungen und eine Anke Tästensen, deren Blick Dankbarkeit und eine gewisse Schwere ausdrückt. Im Vorfeld ihres Abschieds-Empfangs sagt sie gegenüber dem „Nordschleswiger“, dass dieser Tag sicherlich ein schöner, aber auch harter Tag für sie werden würde. Eine Einschätzung, die dem Empfang gerecht wird.

Eine herzliche Umarmung: Lasse und Anke Tästensen.

„Es ist Sünde, dass du künftig nicht mehr uns, sondern nur noch deine Enkelkinder passen willst!“, sagte die neue kommissarische Schulrätin Catarina Bartling in ihrer Rede auf „Deunisch“ und sprach damit dem Raum aus dem Herzen.

Das war's: Im Auftrag von Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien entließ Anke Tästensens langjähriger Wegbegleiter Hans Stäcker sie offiziell aus ihrem Amt.

Hohes Ansehen als Mensch, Chefin und Kollegin

Trotz aller Freude sieht man Anke Tästensen auch die Schwere des Abschieds in den Ruhestand an.

Anke ist eine fröhliche und positive Person, strahlt, selbst wenn es turbulent zugeht, Ruhe und Besonnenheit aus, hat stets ein Ohr für die Anliegen ihrer Kolleginnen und Kollegen, bleibt mit Brille im Haar in Erinnerung und hat sich beharrlich für Projekte eingesetzt, die den DSSV zu dem Schulträger der Minderheitenschulen machen, der er heute ist.

Das ist der Tenor der vielen Reden, die ihre Weggefährten halten, und die Anke Tästensen teils weit über die vergangenen sechs Jahre als Schulrätin hinaus begleitet haben.

Aber nicht nur Anke Tästensens persönliche Stärken werden betont, sondern auch ihr pädagogisches Wirken. Ihr haben es die Kinder und Jugendlichen der Minderheiteninstitutionen zu verdanken, dass der Ansatz der positiven Psychologie keinem ihrer Pädagoginnen, Pädagogen und Lehrkräfte ein Fremdwort ist.

In Vertretung des Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen sprach Generalsekretär Uwe Jessen Anke Tästensen seine Achtung, seinen Respekt und seine Dankbarkeit aus.

Auch prägte die scheidende Schulrätin die Idee des sogenannten „Roten Fadens“ durch die Minderheiten-Institutionen, der Kontinuität im Übergang zwischen Kindergarten und Schule herstellt.

Für Heiterkeit sorgt auch die Ansprache des neuen Geschäftsführers des DSSV: „Liebe Mama“, beginnt Lasse Tästensen seine Rede.

Die Schulleiterinnen und Schulleiter der Minderheitenschulen in Nordschleswig haben ihrer scheidenden Chefin ein sehr persönliches Ständchen gesungen.

Ein paar Worte des Nachfolgers gehören zum Abschieds-Empfang, aber wie er es selbst in seiner Rede erklärt, wäre eine rein kollegiale Rede von ihrem Sohn merkwürdig gewesen.

Auch wenn vielen der Abschied von Anke Tästensen als DSSV-Schulrätin schwerfällt, so ist die ganze Verabschiedung Ausdruck von großem Ansehen, Respekt und ihrer Beliebtheit in der Minderheit und darüber hinaus.

Anekdoten lockerten den Abschied von Anke Tästensen als Schulrätin auf.