Bildung

Mit Herz und Tempo: Spendenlauf bringt Kinder in Bewegung

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Ungeduldig warteten die Kinder auf das Startsignal. Dann ging es mit Feuereifer los.

Runde um Runde kommt beim sogenannten Rynkeby-Lauf zusammen, bei dem auch die Kinder der Deutschen Privatschule Apenrade mitmachen. Die Jungen und Mädchen sammeln bei der Aktion Spenden, damit kranken Kindern geholfen werden kann. Doch sie entwickeln sich auch persönlich weiter.

„Auf die Plätze, fertig, los“, schallt es durch das Mikrofon – dann laufen die Kinder der 3. Klasse los. Kaum zu halten sind sie, so viele Runden wie möglich zu absolvieren und damit beim Spendenlauf für die Lungenstiftung so viel Geld wie möglich einsammeln zu können.

Zum sechsten Mal nimmt das KiM (Kind im Mittelpunkt, die Schulfreizeitordnung der Deutschen Privatschule Apenrade) an der Veranstaltung teil.

Mit Eifer bei der guten Sache

Mit viel Schwung starten die Kinder in die Runden. Schon bald kommen die ersten nach 700 Metern wieder in den Zielraum am KiM. Die ersten Schweißtropfen sind zu erkennen und die Gesichter nehmen einen rötlichen Ton an.

„Super“, feuern die Pädagoginnen und die Zuschauenden an und klatschen dabei.

Helfen, Mitgefühl zu entwickeln

Gemeinsames Aufwärmen vor dem Start
Für jede gelaufene Runde gibt es einen Strich auf die Hand.
Die Zuschauenden feuerten die Kinder an.

„Wir wollen den Kindern nahebringen, dass man anderen etwas Gutes tun kann, ohne selbst etwas dafür zu bekommen“, erklärt KiM-Leiterin Marion Köstlin. Aber auch das Interesse zu schaffen, dass es anderen Menschen nicht so gut geht. „Die Kinder waren sehr interessiert, als Mitglieder des Team Rynkeby über den Lauf informierten“, berichtet die Pädagogin. „So fragten sie, warum Kinder, die eine Lungenkrankheit haben, nicht laufen können“, so Köstlin.

Die Antwort lieferten die Team-Rynkeby-Teilnehmenden: Weil die Lungen die Luft, die die Muskeln benötigen, nicht liefern können, können sie nicht laufen, sondern meist nur langsam gehen.

Abklatschen mit dem Rynkeby-Maskottchen
Keine lange Pause: Schnell soll es nach dem Strich auf der Hand, den es für jede gelaufene Runde gibt, weitergehen.

Und die Kinder drehen weiter Runde um Runde, um so viel Geld wie möglich für diese Kinder zu sammeln. Die Sponsoren sind überwiegend Eltern, Großeltern, Freunde oder andere Verwandte, die die Kinder selbst zuvor gesucht hatten.

Die Kinder der 4. bis 6. Klasse hatten übrigens schon am Donnerstag ihren Rynkeby-Lauftag, den sie auf Klassenfahrt am Brahmsee abgehalten hatten.

Forschung und Erfahrung bestätigen Effekt

Spenden-Lauf am Brahmsee: Die 4.- bis 6.-Klässler liefen bei der Klassenfahrt.
Auch am Brahmsee kamen einige Runden – und Spenden – zusammen.
Mit Eifer waren die Kinder dabei.
Jede Runde zählt.

Dass solche Spendenläufe sinnvoll sind, zeigen unter anderem Untersuchungen der Kinderhilfsorganisation Unicef. „Die Kinder erleben durch ihre Teilnahme, dass ihr Handeln direkt positive Wirkung zeigt“, heißt es dort. Zudem steigerten sie das Gemeinschaftsgefühl und erhöhten die Empathie und das Mitgefühl des Einzelnen.

Kinderärzte zeigen zudem auf den positiven Effekt von Spendenläufen auf die Gesundheit, denn „Bewegung verbessert die körperliche Fitness und das Gedächtnis“, heißt es von einem Zusammenschluss der Kinderärzte.

Auf dem Weg zur Ziellinie

Auch an vielen anderen deutschen Schulen in der Kommune Apenrade findet der Spendenlauf statt.

Rynkeby-Schullauf

Team Rynkeby ist ein internationales Fahrradteam, das einmal im Jahr nach Paris fährt, um Spenden für schwerkranke Kinder zu sammeln.

Die Fahrerinnen und Fahrer kommen aus Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, von den Färöern, Island, Deutschland und der Schweiz.

Das internationale Team besteht aus etwa 3.900 Fahrerinnen und Fahrern, die durch über 6.500 Sponsoren allein im Jahr 2024 über 68 Millionen Kronen an nationale Organisationen spenden konnten, die krebskranke Kinder unterstützt.