70. Geburtstag

Mary Tarp – von Klues nach Pattburg

Veröffentlicht Geändert
Mary Tarp ist ein fester Teil der Nordschleswigschen Gemeinde.

Die Geburtstagsjubilarin ist in jungen Jahren nach Nordschleswig gekommen – der Liebe wegen. Heute ist sie hier fest verwurzelt.

Am Sonntag, 31. August, feiert Mary Tarp ihren 70. Geburtstag. Im Kreise ihrer Familie werde sie den Tag verbringen, gut Essen gehen und gemütlich beieinander sitzen, sagt das Bald-Geburtstagskind.

Sie freue sich darauf, die Kinder Carina (aus Flensburg), Meike (aus Neuenkirchen in Niedersachsen) und Thorsten (lebt in der Schweiz) sowie deren Partner und die beiden Enkelkindern um sich zu haben.

Ausbildung beim Fernmeldeamt

Mary Tarp kam in Flensburg-Klues als Tochter von Erna und Hans Schneider auf die Welt. Nach dem Besuch des örtlichen Kindergartens besuchte sie die Petri-Schule und im Anschluss die Städtische Handelslehranstalt, wo sie ihren Realschulabschluss machte.

Die Ausbildung absolvierte sie beim Fernmeldeamt in Flensburg, wo sie im Anschluss übernommen wurde.

1974 heiratete sie Helmuht Tarp. Ihn hatte sie bei einem Disco-Besuch in Flensburg kennengelernt. Als Mitglied der deutschen Minderheit in Nordschleswig überzeugte er Mary zum Umzug nach Pattburg, wo sie bis heute im Frøslevvej 45 lebt.

„Hast du einen kleinen Freund?“

„Meine Oma fragte damals – ich muss etwa 17 Jahre alt gewesen sein –, ob ich einen kleinen Freund hätte“, erzählt sie. „Nein, antwortete ich – keinen kleinen, aber einen großen“. Ob der aus einem anderen Land käme, fragte die Großmutter mich weiter. „Nein, der ist Däne“, sagte sie. „Dann kommt er nicht aus einem anderen Land“, stellte meine Oma dann fest, denn Dänemark war für sie ja kein anderes Land.

Der Umzug nach Pattburg war für Mary Tarp keine große Hürde, kamen die Großeltern mütterlicherseits doch aus Tyrstrup bei Christiansfeld. Dänisch lernte sie fast nebenbei wie im Fluge. Ihre Lehrerin war die frühere Dänischlehrerin ihres Gatten Helmuht. Die Welt sei klein, so Tarp.

Allrounderin beim Nordschleswiger – und beim Ehrenamt

Bis Anfang der 1980er-Jahre blieb sie beim Fernmeldeamt, um sich dann um die Kinder zu kümmern. 1993 kam sie zum „Nordschleswiger“; erst als Aushilfe, ab 1997 in Festanstellung. Hier blieb sie, schrieb Artikel, kümmerte sich um die Buchhaltung und zuletzt um den Vertrieb der Zeitung der deutschen Minderheit. 2021 ging sie dann in Rente.

Regelmäßig besucht sie ihre Kinder und Enkelkinder. Die freie Zeit füllt sie außerdem mit Ehrenämtern: als Vorsitzende der Nordschleswigschen Gemeinde, als Vorsitzende des Bezirks Apenrade beim Bund Deutscher Nordschleswiger, um nur zwei zu nennen.