Deutsche Minderheit

Knivsberg erhält erste Mittel für Naturprojekte

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Bereits im Sommer 2023 wurden erste Pläne gemacht, den See auf dem Knivsberg besser zu nutzen. Nun wird er mit einer Aussichtsplattform erweitert (Archivbild).

Der Freiluftrat hat 200.000 Kronen an die Bildungsstätte der deutschen Minderheit ausgeschüttet. Mit dem Geld soll eine Reihe von Naturprojekten auf den Weg gebracht werden, um den Knivsberg unter anderem für Schulklassen noch attraktiver zu machen.

„Das ist natürlich ein fantastischer Start in ein Langzeitprojekt, das wir in Zukunft immer weiterentwickeln wollen“, sagt Knivsbergleiter Thore Naujeck. Die Bildungsstätte der deutschen Minderheit hat jüngst 200.000 Kronen vom dänischen Freiluftrat (Friluftsrådet) bekommen, um Naturprojekte umzusetzen.

Drei konkrete Projekte

Für diese laufen aktuell die Planungen. Unter anderem soll am See eine große Aussichtsplattform entstehen, die multifunktional einsetzbar ist. „Neben einer fantastischen Aussicht, die das Areal bietet, soll auf der Plattform auch Freiluftunterricht für Schulklassen möglich sein“, so Naujeck.

Ein weiteres Projekt ist die Renaturierung des Tümpels zwischen dem Parkplatz und der Straße. Was aktuell nur noch ein mooriges Loch ist, soll wieder zu einem kleinen See werden, der vielen Tieren einen Lebensraum bietet.

Das dritte angestrebte Naturprojekt soll nicht nur einen Mehrwert für Kindergärten und Schulklassen bieten, sondern gleichzeitig auch ein großes Problem des Knivsbergfestes lösen. Die Wasseransammlungen auf dem Sportplatz, auf dem unter anderem das Festzelt beim Sommertreffen der deutschen Minderheit steht, sollen durch eine Drainage verhindert werden. Auf Sicht soll der aufgefangene Niederschlag dann über einen kleinen Wasserlauf runter zum See geleitet werden. In diesen Wasserlauf könnte man zum Beispiel auch kleine Stauanlagen einbauen und zeigen, wie mit Wasserkraft Strom erzeugt werden kann. „Schulklassen könnten zum Beispiel ihren Physikunterricht bei uns auf dem Knivsberg mit Leben füllen“, sagt Thore Naujeck.

Schulklassen könnten ihren Physikunterricht bei uns auf dem Knivsberg mit Leben füllen.

Thore Naujeck

Lehrkräfte einbinden

Weitere Projekte sollen in Zukunft folgen. Auch die Biologie-Lehrkräfte der deutschen Schulen in Nordschleswig sollen mit eingebunden werden. „Wir haben mit der Natur auf dem Knivsberg so viele Möglichkeiten, die müssen wir einfach besser ausnutzen.“

Doch bevor überhaupt irgendetwas in Gang gesetzt werden kann, muss es erst einmal grünes Licht von der Knivsberggesellschaft geben. Mit deren Vorsitzendem, Christian Jebsen, will Naujeck in den kommenden Tagen über die Pläne auf dem Knivsberg sprechen.

Weitere Fördergelder

Für die Umsetzung der Projekte werden noch weit mehr als die 200.000 Kronen des Freiluftrates benötigt. Deshalb sollen in den kommenden Wochen noch weitere Fördergelder beantragt werden. Läuft alles nach Plan, erfolgt am 1. Mai der Spatenstich erfolgen.

Nicht nur der Knivsberg hat vom Freiluftrat Mittel zur Verfügung gestellt bekommen. Insgesamt wurden bei der jüngsten Ausschüttungsrunde 32,4 Millionen Kronen an 187 Projekte in 17 Kommunen vergeben. In Süddänemark wurden 38 Initiativen mit insgesamt 8,2 Millionen Kronen bedacht.