Deutsche Minderheit

Kleine Sensation beim Königsschießen in Tingleff

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Die Sieger des Königsschießens anno 2025 (v. l.): Lorenz Christensen (Kronprinz), Lars Schreiber Tryk (König) und Flemming Christensen (Prinz)

Lokalmatador Lars Schreiber Tryk sorgte beim traditionsreichen Wettkampf des Tingleffer Schützenvereins für Furore. Als neues Mitglied landete er den ganz großen Coup. Da muss selbst der Vorsitzende schmunzeln.

„Wir haben sechs neue Mitglieder dazubekommen. Das ist natürlich sehr erfreulich. Ausgerechnet eines der neuen Mitglieder hat das Königsschießen dann gewonnen. Das ist schon etwas verrückt“, berichtet Frank Christensen, Vorsitzender des Tingleffer Schützenvereins von 1907, mit einem Schmunzeln.

Lars Schreiber Lyk gelang das kleine Kunststück, als Neumitglied den Titel beim dreitägigen Königsschießen einzuheimsen. Bei drei Versuchen landete er den alles entscheidenden besten Treffer.

Lyk verwies zwei alte Hasen des Vereins auf die Plätze. Kronprinz wurde Lorenz Christensen, Papa des Vorsitzenden. Den Prinzentitel ergatterte Flemming Christensen, ebenfalls ein langjähriges Mitglied des Vereins.

Um Ruhm und Ehre wurde bei diversen anderen Sonderwettbewerben geschossen. Besonders prestigeträchtig ist dabei der Kampf um den Sparkassen-Pokal. Bei diesem Wettstreit wird die Wertung von zwei einander zugelosten Schützenmitgliedern zusammengezählt. Triumphieren konnten in diesem Jahr Flemming Festersen und Uwe Schondelmaier.

Frauen und Männer gemeinsam am Start

Insgesamt 26 Teilnehmende zielten im Lauf des Wochenendes auf die Scheiben, darunter sechs Frauen, so der Vorsitzende.

Am Sonntag stand der obligatorische Umzug durch den Ort auf dem Programm, begleitet vom Orchester der Deutschen Schule Tingleff unter der Leitung von Dieter Søndergaard.

„Wir haben dieses Mal wieder das Pflegeheim angesteuert und uns dort präsentiert. Die Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich stets darüber“, berichtet Frank Christensen.

Zwischenstopp des Schützenvereins mit musikalischer Begleitung

Beim Umzug wurde die Königsfamilie des Vorjahres abgeholt, und in der Cafeteria der deutschen Sporthalle gab es den kulinarischen Zwischenstopp.

Die Heringsvorspeise und die Getränke muss dabei immer der König des Vorjahres ausgeben. Das ist Tradition.

Im kommenden Jahr wird also Newcomer Lars Schreiber Tryk die Spendierhosen anziehen müssen. Er wird es sicherlich gern tun.