Deutsche Minderheit

Kinderfreizeit: Wozu eine Airtrackmatte und ein Jagdhorn doch gut sind

Veröffentlicht Geändert
Große Gaudi bei heißem Wetter am Haus Quickborn: Eine Airtrackmatte wurde zur Wasserrutsche

Herrliches Sommerwetter erwischten die Teilnehmenden der Kinderferienfreizeit im Haus Quickborn. Da bot es sich an, eine große Turnmatte in eine Wasserrutsche zu verwandeln. Dank des Hobbys der Ferienfreizeitleiterin war das Signal für die Mahlzeiten nicht zu überhören.

25 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren und Betreuende vergnügten sich von Ende Juni bis Anfang Juli – von Sonntag bis Mittwoch – bei der Ferienfreizeit im Haus Quickborn in Kollund, zu der der Sozialdienst Nordschleswig eingeladen hatte.

„Die Kinder kamen aus ganz Nordschleswig. Wir hatten viel Spaß“, bilanziert Anke Christensen. Sie leitete die Kinderfreizeit und bekam Unterstützung von Tochter Svenja und weiteren jugendlichen Betreuerinnen und Betreuer.

Riesengemälde als Gemeinschaftsprojekt

Nach dem Einquartieren und dem Erkunden des Anwesens am Sonntag stand am Montag gleich eine Malaktion mit Kunstkonsulentin Jana Surkus vom Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) auf dem Programm. „Es wurde gemeinsam ein 2,5 mal 1 Meter großes Meeresbild gemalt, das wir im Keller aufgehängt haben“, erwähnt Christensen.

Da man hochsommerliche Temperaturen erwischt hatte, waren der Strand, das Meer und Wasser auf dem Gelände sehr gefragt. „Die Airtrackmatte, auf der die Kinder turnen konnten, funktionierten wir kurzerhand zu einer Wasserutschbahn mit Schmierseife um. Das war eine Riesengaudi“, berichten die Ferienfreizeitleiterin und lacht.

Kinoabend, Schatzsuche und Stockbrotbacken rundeten den kurzweiligen Aufenthalt ab. Auf dem Programm stand auch ein Bilderbuchkino mit Bibliothekarin Irina Bogovic. „Die Kinder wurden in zwei Altersgruppen aufgeteilt. Irina hat es gut gemacht. Die Kids waren konzentriert bei der Sache“, so Christensen mit Lob an die Referentin.

Die Wasserrutsche war bei hochsommerlichen Temperaturen heiß begehrt.

Essenspausen nicht zu überhören

Dass Anke Christensen passionierte Jagdhornbläserin ist, sollte sich nicht nur als akustische Ergänzung bei einigen der Programmpunkte als praktisch erweisen, sondern auch vor dem Essen.

„Zu jeder Mahlzeit habe ich ein Jagdhornstück gespielt. Das ist bis zum Strand zu hören. Die Kinder wussten dann immer sofort, dass sie in den Speisesaal kommen sollen. Wir brauchten nicht herumzugehen und Bescheid zu geben“, erzählt Jagdhornbläserin Christensen, die in Bjolderup lebt.

Wie es der Zufall wollte, ergab sich aufgrund der Horntöne ein Wiedersehen mit alten Bekannten. „Ehemalige Nachbarn aus Bjolderup, die zurück nach Deutschland gezogen sind und hier gerade Urlaub machten, hörten das Jagdhorn und sagten sich, dass ich das bestimmt sei. Sie kamen zum Haus, und wir haben kurz geschnackt. Das war schon ein lustiger Zufall.“

Anke Christensen ließ bei der Ferienfreizeit vor jeder Mahlzeit das Jagdhorn ertönen.

Am Mittwoch hieß es für die Freizeitkinder bereits, Sachen packen und Zimmer räumen.

„Wir haben gefrühstückt und uns im Schatten mit kleinen Spielen die Zeit vertrieben, bis die Kinder abgeholt wurden. Es waren heiße und abwechslungsreiche Tage, finde ich“, so das Fazit von Anke Christensen.