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Kampfgeist auf drei Rädern: Stephan Laukamps Einsatz beim World-Cup

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Stephan Laukamp aus Tingleff sammelte bei seinem Worldcup-Debüt als dänischer Handbike-Fahrer Erfahrung und ist mit seiner Leistung im Großen und Ganzen zufrieden.

Der Start für Dänemark bei einem internationalen Wettbewerb wurde für Rollstuhlathlet Stephan Laukamp aus Tingleff zu einem besonderen Erlebnis. In Kürze steht der nächste Einsatz für Team Dänemark an.

Eine bessere Platzierung hätte er sich bei seinem Debüt als Handbike-Fahrer für Dänemark schon gewünscht. Stephan Laukamp blickt nichtsdestotrotz zufrieden auf seine Teilnahme beim „Para Cycling Road-World-Cup“ im belgischen Ostende zurück.

„Es lief gar nicht so schlecht. Ich habe meine Leistung steigern können, was auch die Nationaltrainerin lobend zur Kenntnis nahm“, sagt der 43-Jährige.

Der ehemalige Schüler der Deutschen Schule Tingleff startete in seiner Handbikeklasse H3 auf den Strecken 58,3 (5 Runden) und 21,9 Kilometer.

Lehrgeld bezahlt

Bei 38 Startern auf der kürzeren Strecke belegte Stephan Laukamp bei einem Rückstand von 08:26 Minuten auf den Sieger Mathieu Bosredon aus Frankreich (32:08) immerhin Rang 28. Auf der Langstrecke (es siegte ebenfalls Bosredon in 1:20:45 Stunden) reihte sich Laukamp bei den Athleten mit über einer Runde Rückstand ein, wie der Ergebnisliste des Radsportverbandes UCI (Union Cycliste International)zu entnehmen ist.

Gemessen an der Durchschnittsgeschwindigkeit des Siegers auf der Langdistanz von 43,32 Kilometern pro Stunde keine Schande, findet Laukamp.

„Ich bin beim Wettkampf selbst an die 40 km/h herangekommen. Im Verhältnis zu meinen vorherigen Leistungen eigentlich okay“, so das Fazit des Tingleffers.

Das Debüt für Team Dänemark sei eine spannende und lehrreiche Sache gewesen. „Jetzt heißt es, weiter trainieren und sich nach Möglichkeit noch mehr steigern“, so Laukamp mit Blick nach vorn.

Beim Einzelstart über 21,9 Kilometer belegte Stephan Laukamp (gelb unterstrichen) bei einer achtbaren Zeit von 40:34 Minuten Platz 28.

Bei dem Event für Rollstuhlfahrer waren 367 Sportlerinnen und Sportler aus 41 Ländern gemeldet. Für Dänemark waren Stephan Laukamp, vier Kollegen und eine Frau angereist.

Das nächste Ziel im Blick

In einigen Tagen folgt ein weiterer großer Wettbewerb in Italien. Für dieses Event will sich der Tingleffer erneut gut vorbereiten.

Optimal wäre eine Platzierung in der Top 20, „denn das berechtigt zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Schottland im August. Mal schauen, was da geht“, erwähnt der Spitzensportler aus Tingleff. Punkte für die WM-Qualifikation können auch noch bei kleineren Wettbewerben gesammelt werden, ergänzt Laukamp, der bei der WM in Schottland natürlich gern dabei wäre.

Am liebsten würde er mit einem neuen Hightech-Handbike ins Rennen starten, trägt ein versiertes Equipment doch auch im Rollstuhlsport zu guten Ergebnissen bei. Laukamp spart für solch ein Sportgerät, das gut und gern 130.000 Kronen oder mehr kostet.