Deutsche Minderheit

Jurassic Park Buhrkall: Eine Projektwoche ganz im Zeichen der Dinosaurier

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Das von Filmklassikern abgeleitete Themenschild zur Projektwoche an der Deutschen Schule Buhrkall. Unterstützung bekamen die Schildermalenden von Lehrerin Petra Lorenzen (2. v. l.)

Einen besonders großen Zeitsprung haben Kinder der Deutschen Schule Buhrkall unternommen. In einer Projektwoche befassten sie sich mit Dinosauriern und den Begebenheiten auf der Erde vor Millionen von Jahren. Es kam allerhand Wissens- und Sehenswertes zutage.

Maurice sitzt konzentriert am Tisch und packt eine klebende Masse auf ein Drahtgeflecht. Die Umrisse lassen bereits erahnen, was entstehen wird.

„Ich baue ein Modell von einem Vulkan. Es gibt ja verschiedene Theorien, wie die Dinosaurier ausgestorben sind. Ein Meteoriteneinschlag könnte die Ursache gewesen sein, Vulkanausbrüche oder eine Kombination aus beiden“, antwortet der 12-Jährige auf Nachfrage des „Nordschleswigers“.

Maurice weiß über die Zeit der Dinosaurier recht gut Bescheid. Die ausgestorbene Tierart bildete an der Buhrkaller Schule den roten Faden einer Projektwoche. Sämtliche Schülerinnen und Schüler arbeiteten in verschiedenen Altersgruppen zum Thema.

Maurice erledigte in der Projektwoche eine Sonderaufgabe: Der Zwölfjährige fertigte ein Modell von einem Vulkan an. Vulkane gab es in der langen Dinosaurier-Ära zahlreich.

Info-Show zum Abschluss

Die ganze Einrichtung wurde eine Woche lang zum lehrreichen und produktiven Jurassic Park. Alle arbeiteten auf den Höhepunkt hin: die Präsentation für Angehörige am Freitagnachmittag. Die Waldfläche vor der Schule wurde dazu in einen Dino-Entdeckungspark mit Informationen und Mitmachaktionen verwandelt.

Fossilien, Skelette, ein riesiger Hals eines Brachiosaurus, Dinoeier, Landkarten von verschiedenen Zeitaltern und viele andere Details warteten auf die Jurassic-Park-Gäste.

Das Thema habe man gemeinschaftlich ausgesucht, sagt Lehrerin Petra Lorenzen am Rande eines Projektwochenbesuchs der Redaktion, während die Kinder drinnen und draußen überall am Urzeitthema arbeiten.

Mega-Projekt auf dem Schulhof: Mit Lehrkraft Annma Freimark wurden Kopf und Hals eines riesigen Brachiosaurus gebastelt bzw. gebaut.
Dinosaurier waren in der Projektwoche der Deutschen Schule Buhrkall allgegenwärtig.

„Wir fanden es spannend, und selbst wussten wir ja auch nicht so viel“, ergänzt die Lehrerin mit einem Schmunzeln.

Die Projektgruppe um Lehrer Daniel Lohne befasste sich mit der Erde und den Kontinenten der verschiedenen Zeitalter. Es ging viele Millionen Jahre zurück.
Lia (l. 8) und Lynn (6) waren die Expertinnen der Jura-Zeit (vor 200 bis 145 Millionen Jahren). Sie erstellten dazu ein Modell der damaligen Erdmasse.

Das Kollegium holte das nach, vertiefte sich in die Materie und stellte ein umfangreiches Arbeits- und Informationsprogramm zusammen.

Forschen und Basteln

Zum Projektprogramm gehörte neben der Theorie viel praktische Arbeit.

Die Eichen (mittlere Schülergruppe) stellten Fossilien her und bauten in einem kleineren Maßstab Skelette von Dinosauriern nach.

„Wisst ihr noch, wie jemand bezeichnet wird, der sich mit so etwas befasst. Was seid ihr?“, fragt Lehrerin Heike Clausen in die Runde. Die Antwort folgt prompt: „Paläontologen“.

Als Paläontologen waren auch andere Gruppen in Aktion. Mit Schulbegleiterin Tanja Ottesen arbeiteten Urzeitforschende an einem Triceratops-Modell. Gipsstück für Gipsstück wurde auf die Vorlage übereinander gestülpt, um das monströse Tier mit Horn und Schädelpanzer entstehen zu lassen. Es sollte ebenfalls einen Platz im Dinowald bekommen.

Die Eichen mit Lehrerin Heike Clausen (l) betätigten sich als Paläontologen. Sie befassten sich mit und kreierten Dinosaurier-Fossilien und Skelette.

„Es gibt bei der Präsentation auch Dinofood“, erwähnte Tanja Ottesen. „Die Kinder backen Dinokekse, und aus Obst werden Dinofiguren geformt.“

Frederik und Christian mit Tanja Ottesen. Die beiden Schüler gehörten der Gruppe an, die Dinoeier nachbildete und ein Triceratops-Modell anfertigte.

Realistisches Szenario zum Abschluss

Auf den Abschluss mit Eltern und anderen Angehörigen war auch Vulkan-Bauer Maurice gespannt, sollte sein Projekt doch mit einem Wow-Effekt präsentiert werden.

In das Vulkan-Modell ist eine kleine Glasflasche eingearbeitet, deren Spitze als Schlot dient.

„Wir füllen etwas rein, unter anderem Wasser, Cola und Mentos. Es wird hochsprudeln und signalisiert einen echten Vulkanausbruch“, verriet Physiker, Geologe und Paläontologe Maurice in Personalunion.