Kommunalwahl 2025

Junge Stimme für die SP: Victor Terp will in den Tonderner Stadtrat

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Victor Terp vertritt eine junge Generation, die mitreden und mitgestalten will.

Mit 22 Jahren ist Victor Terp der jüngste Kandidat der Schleswigschen Partei in Tondern – und bringt frischen Wind auf Listenplatz 7.

Mit Victor Terp gewinnt die Schleswigsche Partei (SP) in Tondern ein junges Gesicht – und eine klare Stimme für die Anliegen der nächsten Generation. Der 22-Jährige, der offiziell in der Nähe von Lügumkloster (Løgumkloster) wohnt, aber unter der Woche auch ein Bett in Tondern hat, tritt bei den Kommunalwahlen am 18. November auf Platz 7 der SP-Liste an.

„Eigentlich hatte ich geplant, jetzt im Herbst ein Studium zu beginnen. Aber mein Job bei der Wäscherei Elis macht mir gerade so viel Freude – und die Verantwortung, die ich dort übernehmen darf, hat mir gezeigt, dass ich mir mit dem Studium ruhig noch etwas Zeit lassen kann“, erzählt Terp.

Vom Ferienjob zum „Vaskemester“

Ursprünglich nur als Ferienjob gedacht, wurde seine Anstellung bei der früheren Centralvaskeri in Lügumkloster schnell zur festen Aufgabe – mit Aufstiegsmöglichkeiten. Inzwischen ist Victor als „Vaskemester“ tätig und übernimmt auch Verwaltungsaufgaben. Als er eine geplante Weltreise nachholen wollte, stellte ihn sein Arbeitgeber kurzerhand frei – ein Vertrauensbeweis, der seine Motivation noch einmal stärkte.

Politik mit Perspektive

Obwohl die SP in Tondern bereits eine starke und vielfältige Kandidatenliste aufgestellt hatte, fehlte noch ein junger Kandidat. Das ändert sich nun mit Victor Terp. SP-Kommunalvorsitzender Christian Andresen ist zufrieden: „Victor spricht nicht nur eine andere Zielgruppe an – er setzt auch eigene politische Schwerpunkte.“

Terp engagiert sich besonders für Bildungsangebote in der Region: „Ich finde es richtig und wichtig, dass die Kommune Tondern bereits neue Ausbildungszweige angesiedelt hat – aber da geht noch mehr.“ Gleichzeitig sieht er kein Problem darin, wenn junge Menschen die Region vorübergehend verlassen. „Ich selbst will irgendwann auch noch mal raus in die Welt. Aber mein Plan ist klar: Ich möchte zurückkommen.“

Damit dieses „Zurückkommen“ für viele junge Menschen attraktiv ist, braucht es aus seiner Sicht vor allem gute Arbeitsplätze, Entwicklungsmöglichkeiten, gute Schulen und Freizeitangebote. „Die Region hat viel Potenzial – das sollten wir noch stärker nutzen“, sagt er.

Listenplatz 7 – und vielleicht mehr?

Theoretisch wäre noch Zeit gewesen, Victor Terp weiter nach oben auf die Liste zu setzen – die endgültigen Listen der Kandidatinnen und Kandidaten müssen erst am 16. September eingereicht werden. Doch eine außerordentliche Bezirksmitgliederversammlung war organisatorisch kaum mehr möglich, wie SP-Parteisekretärin Ruth Candussi erklärt. Terp selbst sieht das gelassen: „Der siebte Platz ist völlig okay. Die Leute vor mir haben es durch ihr Engagement verdient, dort zu stehen.“

Candussi macht dennoch Mut: „Es gab schon Kandidierende, die mit einem starken Wahlkampf die Liste sprengen konnten. Ich erinnere an Kirsten Bachmann, die 2017 in Sonderburg auf dem letzten Listenplatz stand – und trotzdem den Sprung in den Stadtrat geschafft hat.“

Was auch immer der Wahlausgang bringt: Victor Terp hat bereits jetzt ein Zeichen gesetzt – für eine junge Generation, die mitreden und mitgestalten will.

Die Kandidatenliste der SP Tondern: