Modellbau

Jens Closter lässt eben abgebranntes Haus wieder aufleben

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Das Pferdefuhrwerk transportiert einige Steine, die vom echten Haus am Sønderport stammen.

Der Loiter ist bekannt für seine Miniaturmodelle, die historischen Gebäuden nachempfunden und nach Originalplänen gebaut sind. Sein jüngstes Werk ist entstanden, weil das Original einen Tag zuvor einem Brand zum Opfer fiel.

„Ich habe am Montagnachmittag mit dem Bau begonnen“, erzählt Jens Closter. Der Loiter ist begeisterter Modellbauer und hat schon viele historische Gebäude aus Apenrade und von der Halbinsel Loit (Løjtland) aus speziellem Karton nachgebaut. Ausstellungen hat er mit seinen Bauten bestückt.

In „Nachtschicht“ entstanden

Jetzt ist in nächtlicher Werkarbeit ein neues Exemplar hinzugekommen. Es handelt sich um ein Haus aus dem Jahre 1722 und gehörte zu den ältesten im Ort. Noch bis Montagmorgen stand das zuletzt rot gestrichene Haus am Apenrader Sønderport. Dann brannte es bis auf die Grundmauern nieder.

Der Umstand brachte Closter dazu, sein Projekt – das Gebäude nachzubauen – vorzuziehen. Die Pläne dafür hatte er nämlich schon in der Schublade, wie so viele andere Blaupausen auch.

Das Modell ist im Maßstab 1:87 gebaut. Bis zur Renovierung in den 1980er-Jahren war es weiß gestrichen.
Die Ansicht vom Garten aus
Jens Closter mit seinem neuesten Modell

Rauchwolken über Apenrade

Den Brand hatte Jens Closter schon früh am Montagmorgen bemerkt, als er sich gegen 6 Uhr zum Morgenbaden am Apenrader Ruderclub ins Wasser werfen wollte: „Große Rauchschwaden waren über der Stadt zu sehen und zogen über die Förde“, erinnert er sich.

Jetzt hat sich seine Sammlung um ein Exponat erweitert.