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Gute Resonanz und Laune bei der Traditionsveranstaltung in Baistrup

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Die Reiterinnen und Reiter waren trotz mäßigen Wetters gut aufgelegt.

Der deutsche Ringreiterverein Baistrup hat sich über regen Zuspruch bei seiner diesjährigen Veranstaltung freuen können. Reiterinnen und Reiter kamen teilweise von weit her, um auf dem beschaulichen Sport- und Festplatz dabei zu sein.

Der wolkenverhangene Himmel kam dem Event nur leicht in die Quere. „Letztlich hatten wir Glück. Am Freitag regnete es nur vorübergehend, und am Sonnabend beim Ringreiten war es lediglich eine Stunde lang nass“, bilanziert Olaf Petersen, Vorsitzender des Baistruper Ringreitervereins.

50 Reiterinnen und Reiter waren am Pfingstwochenende bei der Baistruper Traditionsveranstaltung an den Start gegangen. Mit dieser Zahl zeigt sich der Verein sehr zufrieden, hat die Ringreitertradition in Nordschleswig doch unter schwindendem Zuspruch zu leiden.

Weite Anreise in Kauf genommen

Im Jahr davor lag man in Baistrup noch bei unter 50 Teilnehmende, „und nach der Corona-Zeit waren wir in den 30ern. Es gibt also eine positive Tendenz. Erfreulich ist, dass die Reiterinnen und Reiter einen weiten Weg auf sich nehmen“, ergänzt Petersen.

Teilnehmende kamen unter anderem aus Broacker (Broager), Alsen (Als), Gredstedbro und Branderup. „Einige stammen aus der hiesigen Gegend und halten uns die Treue“, erwähnt Petersen.

Jubeln konnte ein altbekannter Profi aus der Ringreiterszene. Torben Kaufmann aus Wollerup (Vollerup) stach sich einmal mehr zum Königstitel. Grund zur Freude hatte auch der Vorsitzende. Olaf Petersen belegte in seiner Altersklasse Ü60 den ersten Platz.

Bei den Kindern holte sich Christine Kaufmann den Königinnentitel. In den anderen Altersklassen waren erfolgreich: 15–39 Jahre: Anja Iversen (Sydalsen); 40–59 Jahre: Dorthe Kolmos (Norburg/Nordborg, ehemals Tingleff/Tinglev).

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Ringreitens: (v. l.) Christine Kaufmann (Wollerup), Sofia Rosenberg (Uk) Anja Iversen (Südalsen), Torben Kaufmann (Wollerup), Dorthe Kolmos (Norburg) und Olaf Petersen (Tingleff-Feld)

Wettkampf mit Nostalgie

Gewetteifert wird bei der Baistruper Veranstaltung auch beim Oldtimer-Trecker-Ringstechen zum Auftakt des zweitägigen Miteinanders. Die nostalgischen Gefährte sind Jahr für Jahr ein optisches Schmankerl.

„Es erfreut sich großer Beliebtheit, und auch dieses Mal war viel los“, so der Vorsitzende. 32 Treckerfahrende gingen in diesem Jahr an den Start. Es gewann Egon Petersen vor Michael Mathiesen.

„Viele Trecker unterschiedlicher Typen und Alters waren beim Ringstechen in Baistrup dabei.

Auch Gartentreckerfahrende konnten um Ruhm und Ehre stechen, ebenso wie Kinder beim Fahrradringreiten. „Leider waren in diesem Jahr nur vier Kinder dabei“, bedauert Olaf Petersen, mit der Hoffnung, dass sich das beim Ringreiterfest im kommenden Jahr wieder ändern wird.

Beim Wettbewerb mit Gartentrecker setzte sich Youngster Mads Nielsen durch, gefolgt von den Lokalmatadoren Kim Siebert und Thies Thomsen.

Siegerfoto der Gartentrecker-Ringstechenden: (v. l.) Thies Thomsen (3.), Kim Siebert (2.) und Mads Nielsen (Sieger).