Deutsche Minderheit

Götzwanderung: Mit Kinderwagen auf Schusters Rappen

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Gut besucht war die traditionelle Götzwanderung, auch wenn nur selten neue Leute dabei sind.

Bei strahlendem Sonnenschein hat der Haderslebener Turnerbund seine jährliche Götzwanderung gemacht. Die Route bot nicht nur schöne Förde-Blicke, sondern auch spannende Geschichten – und endete mit dem traditionellen Grillen.

Um 9 Uhr haben sich 24 Erwachsene und 3 Kleinkinder, gut untergebracht im Kinderwagen, auf dem Parkplatz der Schule in Wonsbek zum fröhlichen Wandern versammelt, wie Rolf Meyer, Vorsitzender des Haderslebener Turnerbundes (HT), berichtet.

„Die Wandergruppe ist bei bestem Wetter über Bæk Møllenaf und den Skolestien nach Örbyhage aufgebrochen. Immer wieder hatten wir herrliche Ausblicke auf die Förde.“

Historische Einblicke und tierische Begegnungen

Es ging über Stock und Stein – und so manches Feld.

Unterwegs hat er die Wandernden mit Geschichte und Geschichten – unter anderem über die Schifffahrt auf dem 15 Kilometer langen Gewässer – versorgt. An der Seifenwerkstatt „Kystnær“ ist die Gruppe bis auf die sandige Spitze von Örbyhage und entlang des Kleinen Belts gewandert. Sogar Seehunde haben sich blicken lassen.

Zum Schluss gemeinsames Grillen

Am Kleinen Belt genoss die Gruppe die herrliche Aussicht.

Nach einem Stopp am Sommerhaus von Claes Fuglsang und insgesamt 13 zurückgelegten Kilometern haben die Teilnehmenden das traditionelle Grillen auf dem Sportplatz der Schule in Wonsbek genossen.

Viele sind seit Jahrzehnten auf der Götzwanderung dabei – und freuen sich schon aufs nächste Jahr, so der Vorsitzende. Aber es kommen nur selten neue Leute hinzu. Und: Die Wanderstrecken sind kürzer geworden.

„Während wir vor zehn Jahren noch über 20 Kilometer zurückgelegt haben, waren es in diesem Jahr nur 13 Kilometer – aber das war für alle passend.“

Unterwegs legte die Wandergruppe Pausen ein.
Nach einer Pause ging es weiter auf Schusters Rappen.