Deutsche Minderheit

Generalversammlung in Rapstedt: Neue Vorsitzende gewählt

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Der Vorstand der Deutschen Schule Rapstedt: (v. l.) Charlotte Nielsen, Stefan Engel, Sylvana Batz, Nadine Bundgaard, Karen Zuin, Sepp-Christian Däullary. Die neue Vorsitzende Christina Buchmeier fehlt auf dem Bild.

Zwei Mitglieder traten auf eigenen Wunsch vorzeitig aus dem Schulvorstand aus. Es fand sich jedoch Ersatz aus den Vorstandsreihen.

Zwei Mitglieder sind aus dem Vorstand der Deutschen Schule Rapstedt ausgeschieden: Sabrina Andersen und Cordula Stuber. Diese Posten waren vakant, und es galt bei der jüngsten Generalversammlung der Schule, die traditionell in der Halle bei „Uge Fiskesø“ stattfand, Nachfolgerinnen oder Nachfolger zu finden.

„Das gelang“, berichtet Schulleiter Jan Röhrig. Stefan Engel und Sepp Däullary stellten sich zur Wahl und wurden einstimmig in den Vorstand gewählt. Während Engel neu in das fünfköpfige Gremium kam, konnte Däullary schon Erfahrung als Beisitzer sammeln.

Sein Beisitzerposten wurde durch Charlotte Nielsen besetzt. Als weitere Beisitzerin wiedergewählt wurde Sylvana Batz. Beide stehen im kommenden Jahr erneut zur Wahl.

Bei der anschließenden Konstituierung wurde Christina Buchmeier zur Vorsitzenden gewählt.

In seinem Bericht fasste Schulleiter Jan Röhrig das vergangene Schuljahr kurz zusammen und verschaffte den Gästen einen Überblick.

Unerwartete Abmeldungen

„Die Schule blickt auf ein vergleichsweise ruhiges Jahr zurück. Größere Herausforderungen gab es vor allem bei der Betreuung einzelner Schüler und in der Zusammenarbeit mit dem Kindergarten. Gemeinsame Feste und Aktivitäten sollen die Verbindung zwischen beiden Einrichtungen stärken“, berichtet Röhrig.

Zum Ende des Schuljahres sei es zu mehreren unerwarteten Abmeldungen gekommen. Gründe wurden von den Eltern kaum kommuniziert, was die Planung von Personal und Klassen erschwerte. Statt der erwarteten 34 besuchen aktuell 27 Kinder die Schule.

Positiv sei die Weiterbeschäftigung von Lehrer Thorbjörn Fichtner-Grabowski im Schulgarten, wenn auch nur für einen Tag pro Woche. Zudem kehrt Lehrerin Anna-Lena Haack Ende September aus dem Mutterschutz zurück.

Blick in die Zukunft

„Inhaltlich liegt der Fokus darauf, die Schule stärker an die Bedürfnisse der Kinder anzupassen. Dazu gehören mehr Struktur im Alltag, Rückzugsmöglichkeiten und eine erweiterte Schulpsychologische Beratung. Auch die Eltern sollen künftig durch einheitlich gepflegte Wochenpläne auf Skoleintra besser informiert sein“, kündigte er an.

Eine wichtige Neuerung gab er darüber hinaus bekannt: „Ab Sommer 2026 sollen für alle Kriterienzeugnisse erstellt werden. Das hat der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig entschieden.“

Höhepunkte des Schuljahres und Appell an die Eltern

Stellvertretend für die verhinderte Vorstandsvorsitzende verlas Beisitzer Sepp Däullary den Bericht. Klassenfahrten, Sportfeste, Karneval und das Knivsbergfest hätten den Jahreskalender geprägt. „Besonders wichtig waren die gemeinsamen Veranstaltungen mit dem Kindergarten, darunter Laternelaufen, Byfest und ein Lottospiel, das rund 8.000 Kronen einbrachte“, las er vor.

Großen Anklang habe die neu strukturierte Weihnachtsfeier gefunden. Ein Höhepunkt sei zudem die Projektwoche zum Thema Identität in der Minderheit gewesen.

Däullary rief die Eltern auf, sich in den Ortsvereinen des BDN zu engagieren und so die Minderheit zu stärken. Außerdem warb er um Mitarbeit im Vorstand – eine kleine Schule funktioniere nur mit aktiver Unterstützung der Eltern.