Bildung und Freizeit

Die Schwimmhalle Bau wird geschlossen – vorübergehend

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Die Schwimmhalle Bau wird bald mehrere Monate lang nicht zur Verfügung stehen (Archivfoto).

Wegen dringend erforderlicher Sanierungsarbeiten bleibt die Schwimmhalle Bau ab Oktober für sieben Monate geschlossen. Auswirkungen hat das unter anderem auf den Schwimmunterricht der Deutschen Schule Pattburg.

Aufgrund einer unzureichenden Reparatur des Schwimmhallendaches in Bau im Jahr 2020 muss die Kommune Apenrade (Aabenraa) zu einem großen Rundumschlag ausholen, um Feuchtigkeit und die Gefahr von Schimmelbildung in der Dachkonstruktion aus der Welt zu schaffen.

Der Kultur- und Freizeitausschuss hat der Finanzierung von über 12 Millionen Kronen und dem Zeitplan der Sanierungsarbeiten zugestimmt. Die Halle wird demnach ab Oktober für etwa sieben Monate geschlossen.

Betroffen von der Schließung sind nicht nur badefreudige Bürgerinnen und Bürger, sondern auch Vereine und Institutionen, darunter die Deutsche Schule Pattburg.

„Das war ein kleiner Schock, als wir davon erfuhren“, sagt Schulleiterin Birgit Bennick Pedersen. Einmal die Woche ist die Schule mit den Klassenstufen 0 bis 3 in der Halle, um den Schülerinnen und Schülern Schwimmunterricht zu geben und auf die Abzeichen vorzubereiten.

Vermutlich keine Alternative

„Das fällt jetzt größtenteils weg. Ich habe ausgerechnet, dass wir im kommenden Schuljahr sechsmal vor dem Oktober und dann noch einmal sechsmal nach der siebenmonatigen Pause in die Halle können. Das ist nicht viel“, so Pedersen.

Eine Alternative sieht die Schulleiterin nicht, auch wenn dem Ausschuss Ausweichmöglichkeiten in andere Schwimmbäder vorschweben. In Pattburg werden die Schülerinnen und Schüler statt Schwimm- voraussichtlich Sportunterricht bekommen, so die momentane Einschätzung der Schulleiterin.

Richtiges Handeln

Verständnis für die Maßnahmen hat Pedersen dennoch. „Wenn die Gefahr von Schimmelbildung besteht, muss im Interesse aller Nutzerinnen und Nutzer ja gehandelt werden.“

Da Sachverständige laut Kommune Apenrade keine akute Gesundheitsgefahr sehen, kann die Halle bis zur Schließung normal genutzt werden. Es gehe darum, Folge- und Langzeitschäden mit gezielten Sanierungsmaßnahmen am Dach und an der Entlüftungsanlage zu verhindern, so der Wortlaut des Ausschussprotokolls.

Für die 2020 unzureichend ausgeführte Arbeit am Dach hat die Kommune nach einem Vergleich eine Entschädigung in Höhe von knapp zwei Millionen Kronen erhalten. Es bleibt ein Bedarf von 10,3 Millionen Kronen. Der Finanzierungsplan ist gesteckt.