Deutsche Minderheit

Die 9. Klasse sagte Tschüss: Ausnahmezustand an der Tingleffer Schule

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„(Wo)Man in Black“ war das Verkleidungsmotto der 9. Klasse an ihrem letzten Schultag in Tingleff.

Karnevalsähnlicher Umzug, auf den Kopf gestellte Räume, Spiele mit den unteren Klassen und ein Duell auf der Paintball-Anlage: Die 9. Klasse der Deutschen Schule Tingleff feierte ihren letzten Schultag.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Die 9. Klasse der Deutschen Schule Tingleff kehrte den altbekannten Satz um!

Kurz vor der Vorbereitungszeit auf die Prüfungen ließen es die Abgangsschülerinnen und -schüler krachen. Das Ende der Unterrichts- und Schulzeit sollte angemessen gefeiert werden. Dazu gehörte der Schabernack mit „Verwüsten“ des Neubaus.

Die 9. Klasse brachte die Räume der jüngeren Kolleginnen und Kollegen gehörig durcheinander. „Die Verwüstung hielt sich in Grenzen“, zeigt sich Klassenlehrerin Kerstin Westergaard erleichtert, dass ihre Abgängerinnen und Abgänger es mit dem Chaos nicht übertrieben haben.

Eskorte, Spiele und Quiz

Am nächsten Morgen folgte das traditionelle Abholen der Klassenlehrerin. Den Fahrdienst bekam in diesem Jahr Kerstin Westergaard.

Auf einem festlich geschmückten Anhänger, der vor einen Gartentrecker gespannt war, ging es mit Musik und Gebrüll in Richtung Schule. Für ihren letzten Schultag hatten die bald ehemaligen Schülerinnen und Schüler das Verkleidungsmotto „(Wo)Man in Black“ gewählt.

Abholdienst für Klassenlehrerin Kerstin Westergaard (links im Anhänger)

Frenetisch von der ganzen Schule begrüßt, stand für die Abgangsklasse zunächst ein Frühstück mit den Lehrkräften an. Im Gemeinschaftsraum wurde dann mit den Kameradinnen und Kameraden der Oberstufe Abschied gefeiert – mit Spielen, Rätselraten und einem Quiz über die Lehrkräfte.

Auszeichnung, Kamelle und Polonaise

Die Abgangsklasse nahm sich auch selbst auf die Schippe. Gewählt wurden der Klassenclown, der Lehrerliebling, das nervigste Klassenmitglied und das chaotischste, um nur einige Auszeichnungen zu nennen.

Krönender Abschluss des letzten Tages war eine Polonaise mit der gesamten Schule, „und natürlich durfte das Kamellewerfen nicht fehlen“, erwähnt Kerstin Westergaard.

War Teil des Schulschluss-Programms: Wettessen mit Lakritzschnüren.

Mit ihrer Klasse begab sie sich am Nachmittag zur Paintball-Anlage in Fauderup (Fogderup). Ihr Kollege Henning Kracht wurde auf Wunsch der Schülerinnen und Schüler dazugeholt.

Man bildete zwei Mannschaften, wobei Kracht als vermeintlicher Paintball-Experte ein gefragter Teamkollege war. Jubeln konnte am Ende allerdings die Truppe von Kerstin Westergaard. „Wir haben gewonnen. Haushoch sogar“, berichtet die Lehrerin mit einem Lachen.

Den ereignisreichen Tag ließen alle mit einem gemeinsamen Grillen an der Schule ausklingen – an der bald ehemaligen Wirkungsstätte der 9. Klasse.