Bildung

Deutsche Schule Rothenkrug: Ein letzter Sponsorenlauf für Carina Heymann

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Vor dem Start zum einstündigen Sponsoren-Lauf gab es letzte Instruktionen.

Ziel ist, die Schule zu unterstützen. Mit der Lauf-Tradition geht es in die Ferien – und gleichzeitig wird die Fördervereinskasse gefüllt. Die Urheberin der Aktion und gleichzeitig Schulleiterin blickt mit Wehmut auf ihr „letztes Mal“.

Kleine Schritte sind zu hören. Es taucht ein Junge auf dem Wald-Rund-Weg auf Kalö auf. Seine Laufschuhe wirbeln etwas Staub auf. „Komm schon, du bist der Erste“, feuert Carina Heymann ihn an.

Ihm folgt eine kleine Schülergruppe – alle in Laufkleidung.

Die Schulleiterin der Deutschen Schule Rothenkrug strahlt über das ganze Gesicht. Sie freut sich für die Mädchen und Jungen, die mit Feuereifer ihre Runden auf der kleinen Insel in der Gjenner Bucht (Genner Bugt) drehen und dabei Geld für den Förderverein der Schule sammeln.

Der erste Läufer kam von seiner Runde.

Die Kinder nehmen nämlich am Sponsorenlauf teil, der seit einigen Jahren immer am Freitag vor den Osterferien auf Kalö stattfindet.

Jedes der Kinder hat mindestens eine Sponsorin oder einen Sponsor gefunden. Für jede Runde gibt es einen vorher mit den Erwachsenen vereinbarten Betrag. Der fließt später in die Kasse des Fördervereins.

Mit viel Freude uns Einsatz liefen die Kinder, um Geld für den schuleigenen Förderverein zu sammeln.

Tradition eingeführt

Die Idee, den Lauf auf Kalö durchzuführen, hatte Carina Heymann, und so fährt die gesamte Schule seither auf die kleine Insel. „Und ich hoffe, dass das auch in den kommenden Jahren so bleibt“, sagt sie. Heymann verlässt Ende April „ihre“ Schule und leitet ab dem 1. Mai die Deutsche Schule Tingleff (Tinglev). Sie freue sich darauf und habe schon Dinge aus ihrem Büro ins neue Domizil gebracht. „Aber es ist auch natürlich Wehmut dabei“, sagt sie.

Nachdem die ersten Runden absolviert und alle Schülerinnen und Schüler von der Schulleiterin tüchtig angefeuert wurden, macht sie sich auf den Weg, um Tüten mit Ostereiern zu verstecken. Diese Aufgabe lässt sie sich – genau wie das Packen der 100 Tüten – nicht nehmen.

Carina Heymann verabschiedet sich bald.

Warme Stärkung – mit Liebe zubereitet

Im Steinpark der Insel machen sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche. Den heißen Kakao liefert ebenfalls die Noch-Schulleiterin. „Das erinnert mich an die Corona-Zeit“, sagt sie. Damals habe sie auch Kakao für die Kinder gekocht, weil im Freien unterrichtet wurde und „sie ein bisschen Wärme bekommen sollten“.

Ab in die Ferien

Nach dem Start laufen noch alle gemeinsam.

„Zum Kakao gibt es Würstchen im Schlafrock, die die Fünft- und Sechstklässler am Tag zuvor gebacken hatten“, berichtet Heymann.

Nachdem die Urkunden verteilt, die Würstchen im Schlafrock vertilgt und alle Eier gefunden sind, geht es für alle zurück zur Schule, um von dort in die Ferien zu starten.

Wie viel Geld die Kinder für den Förderverein gesammelt haben? Das werde nach den Ferien bekannt gegeben, so Carina Heymann.