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Deutsch-dänische Radtour ging nach Osterby

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Die Radlerinnen und Radler auf dem Weg

Die letzte Tour in diesem Jahr führte die Teilnehmenden zu einem modernen landwirtschaftlichen Betrieb. Beim Start auf der Fehle waren erneut Gäste dabei, die sich aber nach dem Imbiss in eine andere Richtung auf den Weg machten.

„Bei der letzten grenzüberschreitenden Fahrradtour in diesem Jahr ging es vom traditionellen Startpunkt in Fehle zum Hof von Thomas Jessen in Osterby“, berichtet Jette Erichsen aus Behrendorf (Bjerndrup).

Jessen hat seinen landwirtschaftlichen Betrieb laufend modernisiert. Neben Kuhställen mit automatisierten Abläufen setzt das Unternehmen auf Solarenergie auf den Stalldächern und die Produktion von Biomethan, einem Gas, das mit natürlich nachwachsenden Rohstoffen produziert und statt Erdgas eingesetzt werden kann.

Vieles auf dem Hof läuft automatisch.
Die Biogasanlage gehört zum Betrieb.

Danach fuhren die Puch-Maxi-Besitzenden jedoch in eine andere Richtung weiter. Gäste gab es ebenfalls vom nahe gelegenen Reiterhof, von wo sich unter anderem ein fünf Monate altes Mädchen mit ihrer Mutter auf dem Pferdewagen auf dem Weg zum Grenz-Treffen gemacht hatte. „So wonnig“, freut sich Jette Erichsen über den Anblick des Kindes auf dem Pferderücken und den inzwischen treuen Besuch aus der Nähe. Durch Hörensagen seien die Gäste vom Reiterhof auf die Veranstaltung aufmerksam geworden.

Süßer Besuch vom Reiterhof
Die Moped-Fans hatten ihre Zweiräder abgestellt.

Der Fahrradkorso machte sich nach der ersten Stärkung nach Osterby auf. „Dabei ging es über den neu angelegten Radweg zwischen Jardelund und Medelby. Der wurde im Sommer eingeweiht. Ein Genuss, darauf zu fahren“, so die Radlerin, denn „sonst teilten wir uns auf dieser Strecke immer die Straße mit den Autos und Lkws, und das war nicht so schön.“

Der Hunger sollte gestillt werden: Viel zu tun für die Mitarbeitenden im Imbisswagen, die jedoch Erfahrung mitbringen und schnell für Pommes, Wurst oder andere Leckereien auf dem Teller sorgten.
Mitarbeitende zeigen den Betrieb in Osterby.

Wie seit fast 15 Jahren wartete vor dem Rückweg eine erneute Stärkung aus dem Imbisswagen, der ebenfalls auf dem Jessen-Hof angekommen war.

Das Wetter ließ keine Wünsche offen.

Nächstes Jahr gibt es dann wieder jeden zweiten Dienstag im Juni, Juli und August die deutsch-dänische grenzüberschreitende Radtour, kündigt Mitplanerin Erichsen an. Wohin es dann gehen wird? „Wir überlegen, ob wir nicht Ziele ansteuern, die wir zu Beginn hatten“, berichtet sie, denn „viele waren damals noch nicht dabei, und meist hat sich dort ja auch einiges verändert, was es sich lohnt, anzuschauen.“

Stärkung vor dem Rückweg – direkt am dritten Stall
Zur Erinnerung und als Dank gab es für die Gastgebenden einen Wimpel sowie einen Korb mit Leckereien aus der Bio-Meierei Naturmælk bei Tingleff (Tinglev).