Deutsche Minderheit

Der BDN Saxburg-Bülderup schmiedet an Plan B fürs Fortbestehen

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Auf der Generalversammlung im Saxburger Krug wurde die Zukunft des BDN-Ortsvereins Saxburg-Bülderup erörtert.

Weil es nach wie vor nur einen dreiköpfigen Vorstand und wenige Aktivitäten gibt, lotet der BDN-Orstverein im Raum Bülderup die Möglichkeit aus, sich organisatorisch dem Sozialdienstes Buhrkall anzuschließen.

Der Befreiungsschlag auf der Generalversammlung des BDN-Ortsvereins Saxburg-Bülderup (Bund Deutscher Nordschleswiger) am Montagabend im Saxburger Krug blieb aus. Zwar nahmen Ina Iwersen (stellvertretende Vorsitzende) und Maike Tästensen (Protokollführerin) eine Wiederwahl an, der Vorstand bleibt aber unterbesetzt und der Vorsitz vakant.

Mit Kassenwart Michael Mathiesen besteht das Gremium weiterhin aus nur drei Personen. Angesichts der schwierigen Ausgangslage sei die Motivation nicht gerade groß, die Geschicke des Ortsvereins zu leiten und Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, sagte Ina Iwersen im Tätigkeitsbericht.

Ein drohendes Aus des Ortsvereins gelte es dennoch abzuwenden. „Ich weiß nicht, ob sich alle darüber im Klaren sind, wie wichtig ein BDN-Ortsverein und eine Mitgliedschaft sind. Daran hängen Gelder für Schulen, Kindergärten und Vereine. Wir sollten eine Lösung finden“, so Iwersen.

Eine Fusion mit den Ortsvereinen Tingleff (Tinglev) oder Renz-Jündewatt (Rens-Jyndevad) wäre eine Option. Da gehe allerdings die Ortsverbundenheit verloren, merkte Iwersen an. Sie brachte eine andere Variante ins Spiel und richtete ihren Blick dabei auf BDN-Urgestein Dieter Johannsen, seines Zeichens Vorsitzender des Sozialdienstes Buhrkall.

Vorstandsmitglied Ina Iwersen äußerte sich besorgt zur Zukunft des BDN-Ortsvereins im Raum Bülderup und brachte einen Lösungsansatz ins Spiel.

Anschließen, ohne zu fusionieren

Vielleicht könnte man ein Mandat im Vorstand des Sozialdienstes Buhrkall ansiedeln, den BDN-Ortsverein dadurch organisatorisch einbetten, als Verein aber aufrechterhalten.

Es gehe in erster Linie um die Mitgliederpflege mit Einholen der Beiträge. Das könnte der Sozialdienst übernehmen, ergänzte Ina Iwersen.

Die Versammlung unter Leitung von Gerd Lorenzen verständigte sich darauf, dieses Modell weiterzuverfolgen.

Nicht abwegig

Gedanklich könne er sich mit dem Vorhaben anfreunden, „es gilt aber zu klären, ob und wie es vereinsrechtlich umzusetzen ist“, so Johannsen im Vorraum des Saxburger Krugs. Das Modell erfordere zudem die Zustimmung der Sozialdienstmitglieder. „Ich werde es auf der Vorstandssitzung im März ansprechen“, ergänzte der Vorsitzende.

Laut Kassenwart Michael Mathiesen hat der Ortsverein 142 Mitglieder auf der Liste, von denen allerdings nur 87 den Mitgliedsbeitrag bezahlt hatten. Der überschaubare „Andrang“ könne damit zusammenhängen, dass viele Angehörige der deutschen Minderheit im Raum Bülderup bereits Mitglied beim Sozialdienst Buhrkall sind. Der Verein zählt rund 350 Mitglieder.