Deutsche Minderheit

„Danke für alles“: Tränenreicher Abschied von Schulleiterin Carina Heymann

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Ob Kollegin oder Schülerinnen: Es war ein tränenreicher Abschied.

Die Emotionen durften freien Lauf nehmen, als sich die Schulleiterin der Deutschen Schule Rothenkrug von den Kindern, dem Kollegium und ‚ihrer‘ Schule verabschiedete. Mit einem Mitbringsel sorgte sie dann noch dafür, dass sie nicht in Vergessenheit geriet.

Mit Tränen in den Augen meistert Schulleiterin Carina Heymann die letzten Meter des Spaliers, zu dem sich Kinder, Kollegium und Eltern der Deutschen Schule Rothenkrug (DSR) auf dem Schulhof aufgestellt hatten.

Symbolischer Rauswurf

Das Spalier endet an der Eingangstür der Schule und geleitete Heymann auf den Parkplatz – ein symbolisches „Auf Wiedersehen“, denn es ist der letzte Tag der Schulleiterin an der DSR – am Tag darauf beginnt sie als Leiterin der Deutschen Schule Tingleff.

Überraschend wird Carina Heymann in die Sporthalle gerufen. Sie werde dort gebraucht, lockt Kollegin Britta Hagel die Noch-Leiterin dorthin.

Ein Spalier geleitete Carina Heymann bei ihrem Abschied aus der Schule.

Mit einem lauten „Überraschung“ wird sie dort begrüßt. Alle hatten sich eingefunden: Schülerinnen und Schüler, Kollegium und die Elternvertreterin aus dem Vorstand.

Lange vorbereiteter Abschied

Zur Sicherheit gab es Texte zu den Liedern.

Seit Tagen hatten die Kolleginnen und Kollegen diesen Tag vorbereitet. Im Stillen, sodass Heymann davon möglichst nichts bekam. Und so ist die Überraschung dann auch gelungen: Alle hatten „dichtgehalten“, auch die Kleinsten.

In der Turnhalle gibt es das erste Ständchen für Carina Heymann. „Meine Schule ist schön“, singt der Chor.

Viele lobende Worte findet dann – stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen – Britta Hagel: „Du hast viel bewirkt und verändert“, sagt sie an ihre scheidende Chefin gerichtet. Ein neuer Spielplatz stehe nun auf dem Schulhof, zählt sie unter anderem auf.

Ein persönlicher Gruß: Auf jedem Herz steht ein individueller Abschiedsspruch einer Schülerin oder eines Schülers.
Für jedes Kollegiumsmitglied gibt es einen von Carina Heymann individuell ausgesuchten Kaffeebecher.

Eine immer offene Tür

Kollege Gerhard lobte die „immer offene Tür“ und das stets „offene Ohr“.

Erste Tränen sind in einigen Augen zu erspähen. Auch Carina, wie sie an der Schule nur genannt wird, fällt es schwer, ihre Gefühle im Zaum zu halten.

Die Noch-Schulleiterin lässt es sich dennoch nicht nehmen, sich ebenfalls gebührend zu verabschieden: Für jede Kollegin und jeden Kollegen gibt es eine Kaffeetasse – persönlich ausgesucht und übergeben – jeweils mit einem zur Person passenden Aufdruck. Die Klassen bekommen große Tüten mit verschiedensten Süßigkeiten.

Auch die Kleinen mussten die Tränen wegwischen.

Dann kommt der Moment, vor dem sie sich – wie sie wenige Zeit zuvor im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“ sagte – am meisten fürchtete: Das Lied „Alte Schule, altes Haus“ erschallte aus den Kehlen aller. „Neues Glück, es führt kein Weg zurück“ lautet der Text weiter. Und abschließend: „Alte Schule, altes Haus, wir danken dir.“

Grüße aus dem Schulvorstand
Auch die Vorsitzende des Rothenkruger Donnerstagsclubs bleibt nicht ungerührt.
Freude über die Süßigkeitentüten, die Carina Heymann zum Abschied für die Klassen daließ

Schnell werden anschließend die Tränen bei Schülerinnen, Kolleginnen und der Schulleiterin getrocknet, um Carina Heymann durch das Spalier zu ihrer neuen Aufgabe zu verabschieden.