Deutsche Minderheit

Blaue Muffins mit cooler Halloween-Dekoration

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Muffins mit feiner Dekoration

In der Förde-Schule durfte die 2b mithilfe eines professionellen Bäckers kleine Kunstwerke schaffen. Diese ließen sich anschließend die anderen Kinder auf der Zunge zergehen.

Wer einen professionellen Bäcker als Papa hat und dieser obendrein gern mit Kindern zusammenarbeitet, darüber kann sich sogar eine ganze Schule freuen. In der Küche der Förde-Schule hatten die Eltern John und Lea Madsen Sommer schon vorab alles für die zwölf jungen Künstlerinnen und Künstler vorbereitet. In der Schule sollte die 2b grandios und delikat duftende Muffins mit den schönsten oder auch verrücktesten Dekos schaffen.

Leas Sohn Felix (9) ist Schüler in der 2b. Das Ehepaar hat schon mehrfach mit den Kindern zusammen gebacken – auch zu Ostern Ostereier, beim Karneval „fastelavnsboller“ und zu Weihnachten sechs verschiedene Sorten von knusprigem Kleingebäck mit Weihnachtsflair.

John Madsen Sommer und einige Jungen beim Beginn des Projekts Muffins
Zacharias
Vitus mit dem farbigen Teig für blaue Muffins

„Ich mag das einfach. Mit den jungen Leuten etwas machen“, stellt der professionelle Bäcker von der Bäckerei in Nübel (Nybøl) lächelnd fest. Mit seiner Hilfe wurde die Förde-Schule an einem Tag im November also in ein Muffin-Paradies verwandelt.

Kürbisse und Fledermäuse

John Madsen Sommer hatte 12,5 Kilo frisch gerührten Teig in der passenden Konsistenz mitgebracht. Er und Frau Lea hatten außerdem frisch geschälte Apfelstücke, Nusssplitter und verschiedene Schokoladen-Dekos, die rund waren oder die Form eines Kürbisses oder einer Fledermaus hatten.

Die Aktion begann mit dem Teig, der in spitze Plastiktüten gefüllt wurde. Alle mussten zu Beginn die schon bereitstehenden Muffinformen füllen. Das war nicht für alle ganz einfach. Der Teig musste mit etwas Kraft aus der Tüte gepresst werden. Viele wollten gern einen blauen Muffin backen.

Ich liebe das Backen. Das mache ich fast jeden Tag mit meiner Mutter.

Anne Sofie

Der Stiefsohn des Bäckers, Emil (9), freute sich. Ihm gefiel statt Mathe und Dänisch ein Unterricht im Muffinbacken. „Ich werde einmal ein Bäcker“, stellte er glücklich lächelnd fest. Die Schülerin Anne Sofie strahlte ebenfalls: „Ich liebe das Backen. Das mache ich fast jeden Tag mit meiner Mutter.“ Die Bäckerin hatte eine eigene Agenda. Sie steckte in die halbgefüllte Form noch einige Stück Schokolade. Erst dann füllte sie die Form ganz auf: „Das schmeckt dann wie Smarties.“

In der Schulküche wurde gearbeitet.

20 Minuten bei 200 Grad

Als die Formen mit Bananen- oder blauem Teig gefüllt waren, wurden die über 200 Formen in die vier Öfen der Küche geschoben. Dort ging der Kuchenteig in den folgenden 20 Minuten bei einer Temperatur von 200 Grad auf. Nach einer Abkühlphase wurde dekoriert. Wo einige ihren Muffins mit einem farbigen Zuckerguss ein Spinnennetz verpassten, holten sich andere die fertigen süßen Dekos in Form von Fledermäusen, Kürbissen und Schokoladentropfen.

Stolz waren sie, als sie ihr Backprojekt abhaken konnten. Dann gab es nur noch eine Aufgabe: alle anderen Kinder der Förde-Schule mit einem Halloween-Muffin zu überraschen.

Diverse Mädchen und Jungen hatten schon von der Tür und vom Spielplatz aus durch die großen Fenster das Treiben in der Küche verfolgt.

Schön sollen die Muffins werden
Die fertigen Werke - sehr lecker und ein wenig gruselig