Deutsche Minderheit

Betriebsbereit: Feuchtigkeitsprobleme im Deutschen Haus erst einmal behoben

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Nach Problemen wegen des vollgelaufenen Kellers ist das Deutsche Haus Jündewatt wieder nutzbar.

Der Keller der Jündewatter Begegnungsstätte ist mittlerweile trockengelegt. Wegen anstehender Renovierungsarbeiten öffnet das Versammlungshaus der deutschen Gemeinschaft allerdings erst wieder im August. Am Sanierungsziel ist man dann allerdings immer noch nicht.

Da war guter Rat und vor allem auch fachkundiges Handeln teuer, als die Pumpenanlage im Keller des Deutschen Hauses nicht richtig funktionierte und der hohe Grundwasserstand die unteren Räume volllaufen ließ.

Die Folgeschäden und die Gefahr von Schimmel blieben nicht aus. Der Vorstand sah sich veranlasst, das Haus als Fest- und Versammlungsstätte für Vereine und Privatpersonen vorübergehend zu schließen, bis die Probleme in Abstimmung mit dem BDN (Bund Deutscher Nordschleswiger) behoben sind.

Das ist geschehen. „Das Haus kann wieder geöffnet werden. Die Probleme sind erst einmal gelöst“, sagt BDN-Geschäftsführer Bernd Søndergaard. Da das über 80 Jahre alte Haus generell einen Renovierungs- und Sanierungsprozess durchlaufen müsste, hatte sich der Vorstand um die Vorsitzende Hella Hartung an den BDN gewandt.

Langfristige Lösungen im Fokus

Der hat daran mitgewirkt, dass die Begegnungsstätte zumindest erst einmal wieder genutzt werden kann. „Wie man den Keller langfristig dicht bekommt und andere Sanierungsmaßnahmen vornehmen kann, gilt es in Gesprächen mit dem Vorstand zu erörtern“, sagt der Geschäftsführer.

Ein Knackpunkt sind einmal mehr die Kosten und die Frage, wie viel der BDN beisteuern kann.

Ein nasser Keller hat für eine vorübergehende Schließung des Deutschen Hauses geführt.

Mit Versicherungsgeldern und finanzieller Unterstützung des BDN konnten zumindest die aktuellen Missstände behoben werden. Ein besseres Pumpsystem soll eine Wiederholung verhindern.

Es bleibt die Frage, wie man die Gebäudesubstanz insgesamt auf Vordermann bringen und das Haus für die Zukunft sichern kann. Die Kommune gewährte für Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen 50.000 Kronen. Den Bedarf der anstehenden Instandhaltungsarbeiten kann das allerdings nicht abdecken.

„Langfristige Lösungen müssen im Hauptvorstand zusammen mit dem Jündewatter Vorstand besprochen werden“, ergänzt Bernd Søndergaard, wohl wissend, dass die Einrichtung in Groß-Jündewatt seit Generationen ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt der örtlichen deutschen Gemeinschaft ist.

Obwohl das Feuchtigkeitsproblem erst einmal gelöst ist, werde man mit dem Öffnen noch etwas warten, sagt Vorsitzende Hella Hartung.

Klarschiff für den Neustart

„Wir planen, dass das Haus ab August wieder genutzt werden kann. Nach den Instandsetzungsarbeiten wegen des nassen Kellers muss erst noch ordentlich sauber gemacht, gestrichen und renoviert werden. Das wollen wir mithilfe freiwilliger Helferinnen und Helfer an einem oder mehreren Wochenenden erledigen. Viele Mitglieder haben zurückgemeldet, dass sie helfen würden“, sagt Hella Hartung.

Jede und jeder, der mit anpacken will, darf sich gern an sie oder an andere Vorstandsmitglieder wenden, ergänzt die Vorsitzende.

Man sei froh, dass die Kommune einen Renovierungszuschuss gewährt hat und der BDN mit Geschäftsführer Bernd Søndergaard unterstützt. „Es hat einen guten Dialog gegeben, und wir sind für die Unterstützung dankbar. Am Ziel sind wir allerdings nicht. „Es müsste ein Rundumschlag erfolgen, um die Substanz in einen nachhaltigen Zustand zu versetzen“, so Hartung zur Herausforderung, das Haus nicht zu einem dauerhaften Sanierungsfall werden zu lassen.

Für Vorsitzende Hella Hartung und ihre Vorstandskolleginnen Monika Sørensen und Sabine Quandt (v. l.) heißt es am Ball bleiben, um die Jündewatter Begegnungsstätte langfristig auf Vordermann zu bringen (Archivfoto).