Grenzüberschreitende Kriminalität

Unbefristete Sicherungsverwahrung im Missbrauchsfall

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Justitia
Der Angeklagte musste sich vor Gericht für mehr als 200 Sexualdelikte verantworten.

Ein 36-jähriger Mann ist in einer Missbrauchsaffäre in über 200 Fällen zu einer unbefristeten Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Taten erstreckten sich über Jahre und betrafen zahlreiche Kinder, unter anderem in Hadersleben und Flensburg.

Das Gericht in Esbjerg hat am Freitag einen 36-jährigen Mann aus der Kommune Vejen zu einer unbefristeten Sicherungsverwahrung verurteilt. Er wurde laut der Sonderstaatsanwältin Anemarie Haahr in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen – mit wenigen Einschränkungen.

Der Fall umfasst über 200 Vorfälle. Die Opfer sind nach Angaben der Polizei 13 Kinder, die zur Tatzeit zwischen 2 und 14 Jahren waren.

Staatsanwältin: „Erschütternder Fall“

„Es ist ein erschütternder Fall, in dem Kinder sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. Das Urteil kann das, was die Kinder erleben mussten, in keiner Weise wiedergutmachen. Doch es ist ein Abschluss, auf den viele der Betroffenen lange gewartet haben“, sagte Haahr.

Übergriffe auch Hadersleben und Flensburg

Die Taten erstreckten sich über den Zeitraum von August 2009 bis Mai 2023 und betrafen insgesamt 15 Opfer, darunter 13 Kinder. Laut „TVSyd“ fanden die Übergriffe an verschiedenen Orten statt, darunter auch in Hadersleben sowie den Kommunen Apenrade (Aabenraa), Tondern (Tønder) und Vejen sowie in Flensburg (Flensborg).