Deutsche Minderheit

Sozialdienste: Keine Fusion, aber engere Zusammenarbeit

Veröffentlicht Geändert
17 Personen beteiligten sich am sonnigen Sonnabend an der Generalversammlung des Sozialdienstes Sonderburg.

Bei der Generalversammlung des Sozialdienstes Sonderburg gab es viele Themen. Der Mitgliedsbeitrag ist doppelt so hoch, Satzungsänderungen wurden gutgeheißen, und die Anzeige im „Nordschleswiger“ wird gestrichen. Aber der Posten des Schriftwarts oder der Schriftwartin blieb unbesetzt.

Die Sonne schien, und es gab keine schlechten Nachrichten: Bei der Generalversammlung des Sozialdienstes Sonderburg am Sonnabend konnte in gemütlicher – und kaffeedurstiger – Runde auf das vergangene Jahr mit seinen vielen gelungenen Veranstaltungen und Treffen zurückgeblickt werden.

Die erste Vorsitzende Hannelore Holm sprach mehrere Neuigkeiten und Änderungen an. Es war kein Zufall, dass der Versammlungsleiter Rainer Naujeck hieß und aus Gravenstein (Gråsten) kommt. Der Sozialdienst setzt künftig unter anderem mehr auf eine engere Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Fördekreis. Mitglieder des Fördekreises fahren seit Jahren nach Sonderburg zu Veranstaltungen und umgekehrt ebenso.

Ein gemeinsames Programm

„Daher unsere Idee, das Programm für die kommende Saison zusammenzustellen. Das heißt, wir geben ein gemeinsames Programm heraus und arbeiten enger zusammen. So bündeln wir die Angebote und vermeiden Überschneidungen. Es ist keine Fusion, beide Vereine bestehen weiter. Aber es ist eine engere Zusammenarbeit“, so Hannelore Holm.

Hannelore Holm las auch den Bericht der Familienberaterin Sabine Dehn Frerichs vor, die vielen Menschen bei verschiedenen mehr oder weniger schweren Herausforderungen hilft.

Rainer Naujeck und Hannelore Holm

So steht der Verein finanziell da

Die Kassiererin Gudrun Kromand gab bei der Vorlage des Kassenberichts 2024 einen Unterschuss bekannt. Bedeutend mehr Ausgaben als Einnahmen, wie sie feststellte. Aber der Sozialdienst hatte reichlich Geld auf der Bank. „Wir wollen den Kassenbestand auf ein normales Niveau bringen und den Mitgliedern das Geld zukommen lassen“, sagte die Kassiererin.

Rainer Naujeck erwähnte diesbezüglich eine Erbschaft, von der auch die deutschen Sozialdienste in Sonderburg und Gravenstein einen Betrag erhalten hatten. Er hielt es für wichtig, dass nicht zuletzt auch bedürftigen Familien in der Kommune Sonderburg finanziell geholfen werden kann. Weihnachtshilfe ist wichtig. Zuwendung für Bedürftige wird von den nordschleswigschen Familienberaterinnen beantragt.

Wir wollen den Kassenbestand auf ein normales Niveau bringen und den Mitgliedern das Geld zukommen lassen.

Gudrun Kromand

Der Jahresbeitrag des Sozialdienstes Sonderburg ist bei der Generalversammlung einstimmig von 50 auf 100 Kronen erhöht worden. Rainer Naujeck informierte die Anwesenden, dass auch die lokalen Vereine jährlich 15 Kronen pro Mitglied an den Sozialdienst Nordschleswig zahlen. Es ist bisher nicht beschlossen, aber dieser Betrag wird vermutlich auf 30 Kronen erhöht.

Eine Zustimmung erhielten Satzungsänderungen und ein paar Zusätze. Jetzt ist definiert, dass die Vorsitzende oder der Vorsitzende und die Kassiererin oder der Kassierer künftig zeichnungsberechtigt sind. Die ordentliche Generalversammlung musste früher durch eine schriftliche Einladung an alle Mitglieder und eine Anzeige im „Nordschleswiger“ angekündigt werden. Diese Anzeige in der digitalen Zeitung ist in der neuen Satzung gestrichen worden. Der Vorstand tagt nach Bedarf – nicht wie vorher jährlich vier Male, sondern künftig nur zwei Male. Einem offiziellen Zusatz wurde zugestimmt: Die Mitglieder unterliegen der Schweigepflicht. Rainer Naujeck machte darauf aufmerksam, dass eine mögliche Auflösung des Vereins noch fehlt und dass die Vorstandsmitglieder nicht persönlich haften.

Für die Schleswigsche Partei konnte gespendet werden.

Wahlen im Vorstand

Bei den Wahlen nahmen Kassierin Gudrun Kromand und Revisor Jörn Petersen eine Wiederwahl an. Melanie Bertelsen lehnte nach zwölf Jahren ab. „Wir werden dich vermissen für deine jahrelange Arbeit“, so Hannelore Holm, die Melanie Bertelsen ein Geschenk überreichte. Bei der Generalversammlung konnte niemand für die Nachfolge gefunden werden. „Dieser Posten wird erst einmal unbesetzt bleiben“, so Rainer Naujeck.

Neue Aktivitäten kommen beim Sozialdienst Sonderburg ins Programm. Eine Frau plant einen neuen monatlichen Wanderklub von Kryb-I-Ly durch den Sønderskov. Bodil Matzewska wünscht sich einen Wanderklub in Sonderburg für Ältere – rollator- und rollstuhlgerecht. Nadja Pilzwegers Denksport wird im Herbst erneut angeboten. Der Sozialdienst verhandelt mit der Deutschen Schule Sonderburg, ob dort ein Raum zur Verfügung gestellt werden kann.

Hannelore Holm dankte Melanie Bertelsen für ihre jahrelange Hilfe im Sozialdienst Sonderburg.