Integration

Sonderburg geht mit Willkommensbrunch für Zugezogene neue Wege

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Tatjana Rode
Tatjana Rode ist Ansiedlungskoordinatorin der Kommune Sonderburg. Sie organisiert den ersten Brunch für Zugezogene.

Mit einem neuen Willkommenskonzept reagiert Sonderburg auf den Zustrom von Zuzüglerinnen und Zuzüglern in die Kommune. Das neue Event soll einen interkulturellen Austausch beim gemütlichen Frokost ermöglichen und bei der schnellen Integration helfen. Auf 150 Teilnehmende hofft Ansiedlungskoordinatorin Tatjana Rode – und rechnet mit einer Wiederholung.

„Ein herzliches Willkommen und eine gute Einführung in das Kultur- und Freizeitleben sollen Zugezogene stärker an die Kommune binden“, sagt die Ansiedlungskoordinatorin in der Kommune Sonderburg, Tatjana Rode. Mit einem neuen Willkommenskonzept soll das gelingen.

Brunch für Zugezogene

Am Sonnabend, 10. Mai, von 10 bis 13 Uhr lädt der Zuzüglerservice (Tilflytterservice) daher zu einem Brunch ins Hotel Sønderborg Strand ein. Teilnehmen dürfen alle Zugezogenen, die sich in diesem oder dem vergangenen Jahr in der Kommune niedergelassen haben.

Das Ziel sei es, ein Netzwerk aufzubauen, neue Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen zu heißen und über die zahlreichen Kultur- und Freizeitangebote der Kommune zu informieren, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Im vergangenen Jahr sind 3.389 Menschen neu in die Kommune Sonderburg gezogen. 1.943 davon kamen aus anderen dänischen Kommunen, 1.446 Personen sind aus dem Ausland hergezogen – alle sind willkommen.

Hoffnung auf mehr Teilnehmende

Warum ein Frokost das Angebot ergänzen soll, hat mehrere Gründe. „Meine Erwartung ist, dass doppelt so viele Zugezogene zum Brunch kommen als zu unseren normalen Willkommenstagen“, sagt die Ansiedlungskoordinatorin dem „Nordschleswiger“. Sie glaube außerdem, dass die Gäste so eine bessere Möglichkeit bekommen, zu netzwerken und miteinander ins Gespräch zu kommen, wenn sie miteinander am Tisch sitzen und essen.

Bei der Veranstaltung gibt es auch ein Rahmenprogramm. Der Tag beginnt mit einer Willkommensrede von Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt (Schleswigsche Partei), zudem stellen sich verschiedene Institutionen vor – etwa die Bibliothek Sonderburg, das Sprachcenter UCplus oder die Kultur- und Freizeitabteilung der Kommune.

Vom Bürgerservice bis zur Dorfbotschafterin

„Die Züzüglerinnen und Zuzügler haben die Möglichkeit, mit verschiedenen Kultur- und Freizeitakteuren ins Gespräch zu kommen, und sie können Fragen an den Bürgerservice, zur Sprachschule und unseren Partnerjob-Konsulenten stellen, der mit hergezogenen Ehepartnern bei der Arbeitssuche helfen“, so Rode.

Die Teilnahme verschiedener Dorfbotschafterinnen und -botschafter (Landsbyambassadører) sei ebenfalls etwas Neues und „eine wichtige Initiative“, da die Neuankömmlinge auch die Einheimischen kennenlernen können. Die Freiwilligen können so über Kultur- und Freizeitangebote in den einzelnen Orten in der Kommune informieren.

Vorteile sieht die Ansiedlungskoordinatorin auch für ihre eigene Arbeit. „Ich kann meine Zusammenarbeit mit den Dörfern und den anderen teilnehmenden Ausstellenden verstärken. Ansiedlung ist eine Teamleistung. Deshalb ist der Aufbau von Beziehungen so wichtig – für Neuankömmlinge, Einheimische sowie kommunale und freiwillige Organisationen.“

Interkulturelles Zusammentreffen

Die Veranstaltung wird primär auf Englisch gehalten, an den Informationsständen werde allerdings auch ein wenig Deutsch und natürlich Dänisch gesprochen, heißt es in der Pressemitteilung. Dies sichere, dass alle Zugezogenen, unabhängig von der sprachlichen Herkunft, die notwendigen Informationen bekommen und sich in der Kommune willkommen fühlen.

Es sei ein interkulturelles Zusammentreffen, so Rode. Neubürgerinnen und -bürger zu empfangen und an die Kommune zu binden sei eine ebenso wichtige Arbeit, wie neue Menschen in die Kommune zu holen.

Bei Erfolg wird Brunch wiederholt

Im Hotel Sønderborg Strand wird der Brunch für Zugezogene stattfinden.

Die Ansiedlungskoordinatorin hofft auf 150 Teilnehmende. Das lässt sich die Kommune dann auch zwischen 20.000 und 30.000 Kronen kosten. Bisher haben sich 58 Personen aus Dänemark und weiteren Ländern angemeldet.

Rode rechnet mit einem Erfolg und einer Wiederholung des neuen Angebots. „Es gibt vielleicht ein paar Sachen, die nachjustiert werden müssen, aber das sehen wir, wenn wir den ersten Zuzüglerbrunch evaluiert haben.“ Helfen soll dabei im Nachgang an die Veranstaltung auch eine kleine Umfrage unter den Teilnehmenden.

Bei wem das Interesse geweckt ist: Eine Anmeldung zu dem kostenlosen Brunch ist unter www.sonderborg.dk/event/brunch möglich. Auf der Veranstaltungsseite ist auch das Programm für den 10. Mai zu finden.