Geschichtsroman

Krimi rund um die Volksabstimmung 1920 und das alte Hotel Alhambra

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Pernille Schou vor dem markanten Haus am Alsensund, in dem 1908 das Hotel Alhambra eröffnete.

Schriftstellerin Pernille Schou lebt und arbeitet im Großraum von Kopenhagen, doch ihre Krimis spielen im deutsch-dänischen Grenzland. Ihr erstes Buch ist ausgezeichnet, das zweite gerade erschienen.

Seit 1908 steht das Gebäude des alten Hotels Alhambra direkt neben der Klappbrücke am Alsensund (Alssund). 117 Jahre später steht Schriftstellerin Pernille Schou neben dem gelben Schmuckbau, in dem längst keine Hotelzimmer mehr, sondern Eigentumswohnungen eingerichtet sind.

Die 46-Jährige hat das alte Hotel Alhambra als Kulisse ihres neuen Krimis genutzt. „Liget i Labyrinten“ spielt kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges im deutsch-dänischen Grenzland.

Eine Zeitungsannonce brachte das Hotel ins Spiel

Die Volksabstimmung steht kurz bevor, englische und französische Truppen marschieren von Flensburg (Flensborg) nach Hadersleben (Haderslev), die Stimmung ist angespannt, und im Hotel Alhambra wird hinter den Kulissen verhandelt.

„Ich war für meine Nachforschungen mehrmals in Sonderburg, und ich wusste, dass meine Charaktere auch hier sein sollten. Ich wollte ein Gebäude finden, das es damals schon gab und das sich von anderen abhebt. In einer alten Zeitungsannonce von 1908 fand ich dann eine Anzeige des Hotels Alhambra. Ich sah ein Bild, und damit hatte ich meine perfekte Kulisse gefunden“, verrät die Schriftstellerin.

So fährt unter anderem ihre Hauptfigur, die ehemalige Kriegskrankenschwester Vera Lund, mit dem Auto von Flensburg nach Sonderburg, wo im Hotel Alhambra über den Verlauf der Grenzziehung diskutiert wird.

„Bin soeben glücklich in Sonderburg angekommen“: Auf dieser Postkarte aus Sonderburg aus den Jahren 1910-1920 ist das Hotel Alhambra im Hintergrund zu sehen.

Pernille Schou lebt und arbeitet im Großraum Kopenhagen, doch ihre Bücher spielen im deutsch-dänischen Grenzland. Als Studentin beschäftigte sie sich mit den Friedensverhandlungen nach dem Ersten Weltkrieg, und dieses Thema ließ sie nicht mehr los.

„In Odense weiß man nicht sonderlich viel über 1920“

„Das deutsch-dänische Grenzland ist in dem Zusammenhang etwas ganz Besonderes, und die Verhandlungen und der Verlauf der Volksabstimmung sind sehr spannend. Ich stamme aus Odense, da weiß man nicht sonderlich viel über die Wiedervereinigung 1920. Doch wenn man in das Thema eintaucht, lernt man, wie komplex die Geschichte des alten Herzogtums Schleswig ist.“

Die dänische Kriminalakademie „Det Danske Kriminalakademi“ hat das erste Buch von Pernille Schou, „Mord i delegationen“, in der Kategorie bester historischer Krimi ausgezeichnet.

Ihr Buch ist im Verlag Grønningen 1 erschienen. Weitere Informationen zum Buch „Die Leiche im Labyrinth“ gibt es hier.

Der neue Krimi vor dem Hotel Alhambra in Sonderburg