Wirtschaft

Jetzt ist es fix: Das dänische Fuhrunternehmen DSV kauft DB Schenker

Veröffentlicht Geändert
DSV hat seinen Hauptsitz in Hedehusene bei Kopenhagen.

„De Samvirkende Vognmænd“ haben die letzte Genehmigung erhalten, um die Tochter der Deutschen Bahn kaufen zu können. Das dänische Transportunternehmen wird damit das weltweit größte.

Der dänische Transport-Riese DSV („De Samvirkende Vognmænd“) hat jetzt sämtliche Genehmigungen, um DB Schenker kaufen zu können. Das schreibt DSV in einer Mitteilung an die Börse.

In der vergangenen Woche hat DSV die Genehmigung der EU-Kommission erhalten, und Dienstag ist die Eingabefrist in den USA abgelaufen. Damit hat DSV jetzt sämtliche 36 notwendigen Zustimmungen. Der Kauf soll am 30. April stattfinden.

1976 gründeten neun Fuhrunternehmer (DSV); mit der Übernahme von Schenker wird das Unternehmen der weltweit größte Logistikkonzern.

Mærsk zeigte Interesse

Im September 2024 teilte DSV mit, dass es Schenker für 107 Milliarden Kronen kaufen wollte. Die Deutsche Bahn hatte das Tochterunternehmen im Dezember 2023 zum Verkauf angeboten. Daraufhin meldeten sich mehrere Firmen als mögliche Käuferinnen.

Im Mai 2024 waren noch vier Interessenten übrig; unter ihnen war neben DSV auch Mærsk. Der dänische Reedereikonzern entschied sich jedoch im darauffolgenden Sommer dagegen, ein Gebot abzugeben. Im Endspurt waren nur noch DSV und der Kapitalfonds CVC übrig.

Widerstand von der Gewerkschaft

Ende August empfahl die Gewerkschaft Verdi, die DB solle sich für CVC entscheiden. Sie befürchtete bei einer Übernahme durch DSV zahlreiche Entlassungen. Im Kaufabkommen ist DSV eine Reihe von „sozialen Verpflichtungen“ gegenüber den Mitarbeitenden eingegangen. Diese gelten für zwei Jahre.

Der Kauf ist der mit Abstand größte, den DSV jemals getätigt hat. Das gemeinsame Unternehmen wird einen Umsatz von 300 Milliarden Kronen haben.