Deutsch-Dänisch

Hotdogs & Geschichte: Wie ein Austausch Grenzen sprengt

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Etwa 25 Jugendliche aus dem Harz waren im März zu Gast in der Kommune Hadersleben.

Eine Woche voller Begegnungen, neuer Freundschaften und unvergesslicher Erlebnisse liegt hinter der Freischule in Wilstrup. Schülerinnen und Schüler aus Hadersleben und Wernigerode haben beim Austauschprogramm erlebt, wie leicht es sein kann, über Grenzen hinweg zusammenzufinden.

Der deutsch-dänische Schüleraustausch gedeiht in „Den Nye Friskole“ in Wilstrup (Vilstrup). Die Freischule hat ihre Partnerschule aus Wernigerode empfangen. Rund 25 Schülerinnen und Schüler aus dem Harz waren im März eine Woche zu Gast in Hadersleben. Lehrer Daniel Fabricius-Sommerkorn gehört zu den Organisatoren des Austauschs.

Dieser habe mit einem entspannten Frühstück angefangen, wie er berichtet. Perfekt, um erste Berührungsängste abzubauen. Mittags gab es dänische Hotdogs.

Geschichte auf dem Schlachtfeld

Vom Gebirge an den Strand

Ein Höhepunkt war der Besuch des Geschichtszentrums Düppeler Schanzen, wo die Jugendlichen bei einer interaktiven Tour viel über die bewegte Vergangenheit des deutsch-dänischen Grenzlandes gelernt haben.

Bei einem Nachtwächterrundgang durch die Altstadt von Hadersleben tauchten die Jugendlichen in die wechselvolle Geschichte der Domstadt ein.

Unvergessliches Erlebnis am Strand

Ob der deutsch-dänische Schüleraustausch fortgesetzt wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten.

„Besonders intensiv war der Austausch für einige deutsche Schülerinnen, die bei dänischen Familien untergebracht waren“, erzählt Fabricius-Sommerkorn.

Die Schülerinnen Eva, Simone und Caroline aus Wilstrup berichten begeistert von neuen Freundschaften, die entstanden sind, als sie die deutschen Gäste bei sich zu Hause beherbergten.

„Meine Gastschülerin ist noch nie an einem Strand gewesen – das war für sie ein tolles Erlebnis“, erzählt Simone.

Lehrer: „Eine wertvolle Erfahrung“

Mit den Nachtwächtern auf Stadtwanderung

Für Daniel Fabricius-Sommerkorn ist der Austausch ein voller Erfolg – und der beste Beweis dafür, wie bereichernd es ist, wenn junge Menschen über sich hinauswachsen, Freundschaften schließen und kulturelle Grenzen hinter sich lassen.

Ob die Schulpartnerschaft fortgesetzt wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten – doch eines ist sicher, sagt der Veranstalter.
„Diese Woche hat Spuren hinterlassen, denn ein Ausflug in andere Kulturen ist gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen enorm wichtig.“

Bei einem Besuch der Düppeler Schanzen erfuhren die Gäste einiges über die bewegte Geschichte des Grenzlands – und darüber, wie der Unterricht an einer dänischen Freischule abläuft. Bei der Gelegenheit konnten sie auch ihr Englisch praktizieren.